uploaded by tristessedeluxe.

die sich gleich Pipi Langstrumpf ansehen werden.


 




# Gerade kurz gezögert, ob zuerst statcounter oder deutsche-bank anzusurfen wäre.

# Google hat den Scheck geschickt.
 




“Ich hab gerade das Internet runtergeladen. Brauch das noch sonstwer? Ich brenn das auch auf DVD.” (via)
 




Na toll, um 16h soll ich einen 16mm-Film in Cinemascope-Format abspielen. Der technische Leiter hier vom Kino hat mal wieder nur halbe Arbeit abgeliefert und das Cinemascope-Objektiv für den üblichen 16mm Projektor ist nicht vorhanden oder nicht bestellt.

In der Ecke steht noch der alte 16mm-Bauer-Projektor, bei dem Cinemascope gehen würde. Der wird aber nie bedient. Die große Spule, auf der der Film ist, passt nicht an die Bauer (1cm Wand im Weg) und keiner weiss, ob die Bauer überhaupt an die Tonanlage angeschlossen ist und ob der Projektor überhaupt auf die richtige Laufgeschwindigkeit eingestellt ist. Und wenn ich alles zum Laufen bekommen würde, dann wäre das Bild nicht mittig auf der Leinwand und nach rechts im Verlauf dunkler und unschärfer.

Himmel! Und ich muss hier heute die 3 Kinos alleine bedienen und dazu noch mit diesem Festvial. Kann ja nur was schief gehen!
 





Eine meiner Komolitoninnen hat immer scherzhaft behauptet, sie würde an der Rezeption eines Stundenhotels arbeiten. Ich hab sie in der Pension nie besucht, hab mir das nur immer bildhaft vorgestellt – weil irgendwie hätte das auch gut passen können. Sie hatte so etwas derbes, irgendwie.

Ich führe hier im Kino gerade meinen ersten Pornofilm vor - öffentlich. Isso. Saal ist sogar voll mit zahlendem Publikum. Tjaha, man kann sich die Jobs manchmal nicht aussuchen. Ich sag mal nur soviel zu dem Film: Ist eine haarige Sache.

Zeit genug, einen Fragebogen auszufüllen, der heute reingerutscht ist:

Gefragt, geantwortet:

1. Name a movie you have seen more than 10 times.
Keiner. She ich keinen Wert drin. Ach doch – für meine Magisterarbeit hab ich natürlich „Planet of the Apes“ Original und Remake sehr oft gesehen. Minutengenaue Analyse...

2. Name a movie you’ve seen multiple times in the theater.
”Das Dschungelbuch” als Kind, und als studentischer Vorführer gings dann in die Richtung „Jackie Brown“, „Der Pferdepflüsterer“, „The Wedding Singer“ – halt so Zeug aus Erscheinungsjahr 1999.

3. Name an actor who would make you more inclined to see a movie.
Tu’ alle in Sack, Knüppel drauf, triffste die Richtige – gewonnen hat Scarlett Johansson

4. Name an actor who would make you less likely to see a movie.
Schwarzenegger.

5. Name a movie you can and do quote from.
Da bin ich mal jetzt originell: Terminator -“I’ll be back“

6. Name a movie musical in which you know all of the lyrics to all of the songs.
Nix da! Musicals? „Dirty Dancing“ etwa?

7. Name a movie you have been known to sing along with.
Ich geh nicht ins Kino, um lange Vor- und Abspannerklärungen zu lesen und ich geh nicht zum Singen ins Kino.

8. Name a movie you would recommend everyone see.
Kommt auf die Situation drauf an, eventuell der, den ich gerade hier vorführe: Cicciolina e Moana ai mondiali

9. Name a movie you own.
Blöde Frage, Filme sind nicht zum Haben da, und sie gehören schon gar nicht dem Zuschauer. Lizenzrechte hab ich an keinem.

10. Name an actor who launched his/her entertainment career in another medium but who has surprised you with his/her acting chops.
George Clooney, vielleicht.

11. Have you ever seen a movie in a drive-in?
Beinahe. Es wurd dann aber doch Lagerfeuer am Strand draus.

12. Name a movie you keep meaning to see but you just haven’t gotten around to yet.
”L.A. Confidantial”

13. Ever walked out of a movie?
Klaro! Mit Pauken und Trompeten.

14. Name a movie that made you cry in the theater.
Einige. Zuletzt im Kino Luo Ye Gui Gen

15. Popcorn?
Bier und Gummibärchen

16. How often do you go to the movies?
Heute weniger als früher. Das sind eher so fließende Übergänge gerade.

17. What’s the last movie you saw in the theater?
Der, den ich gerade hier nebenbei vorführe: Cicciolina e Moana ai mondiali

18. What’s your favorite/preferred genre of movie?
Science Fiction, Liebesfilme

19. What’s the first movie you remember seeing in the theater?
Die Schlümpfe und die Zauberflöte

20.-24. What movie do you wish you had never seen? What is the weirdest movie you enjoyed? What is the scariest movie you’ve seen? What is the funniest film you have ever seen?
Für alle vier Fragen gilt: „Didi der Doppelgänger“, einfach weil ich keine Superlative im Kino mag.

So. Dankeschön. Weiter geworfen hier und hier.
 





uploaded by Superhymne.

Mai-Juni 2007 / mach mit!
http://www.superhymne.de

Soweit ist's schon: Jetzt erfährt man erst per flickr-notification oder durch Telepolis, was gute Bekannte so treibt...

Edit: Passend dazu http://searchsongs.cyberfiction.ch/ (via) - Computermusik generiert aus unser aller Anfragen an irgendeine Suchmaschine. Auch eine Nation.
 




::: gesehen am 25.4.2007 auf Arbeit

Deutschland, Österreich 2006 - Regie: Stefan Ruzowitzky - Mit Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow, Martin Brambach, August Zirner, Sebastian Urzendowski, Tilo Prückner, Marie Bäumer



Ja, hier bevor ich's vergesse - hab ja gestern Vormittag für die Kinderwagen-Kinogänger diesen Film vorgeführt und hatte das seltene Vergnügen, den dann auch gleichzeitig von hinten aus dem Vorführkabuff mit anzuschauen. Nicht gerade ein Film um ihn in Begleitung von Babys anzusehen, wird immer mal wieder ein jüdischer Häftling erschossen und die SS brüllt laut.

Worum's geht, ist hinreichend bekannt (Drama über KZ-Häftlinge, die für die Nazis Banknoten und Dokumente fälschen mussten), Film lief im internationalen Wettbewerb der Berlinale und war für den Filmpreis nominiert. Wie es aber so ist: zwiespältige Sache. Und ich finde, Sonja von critic.de mein Gefühl zu dem Film ganz richtig auf den Punkt:

Was auch in anderen KZ-Filmen grundsätzliche Probleme bereitet – neben der Undarstellbarkeit der tatsächlichen Vorgänge betrifft dies die Unangemessenheit einer nachträglichen Sinnstiftung durch kinogemäße Aufbereitung mit Drei-Akt-Struktur, Figurenkonflikten und Identifikationsangebot – kann "Die Fälscher" jedoch durch das ungewöhnliche Setting meist umgehen. (...)

Entweder ich verliere langsam meine notorische Grundskepsis beim Betrachten nachinszenierter Vergangenheit, oder ich werd einfach unkritisch Kino gegenüber.


 




Lang gehegter Wunsch von mir, aus der Kneipe raus per Handy dem Kumpel die geliehenen 30,- Euro von neulich zurückzugeben. Wurd ja auch mal langsam Zeit, dass die da auch mal was mit einfachem html anbieten, um Online Banking übers Handy zu bewerkstelligen: http://www.deutsche-bank.mobi
 




Kein Intro, kein Java, kein Flash, kein Shockwave, kein Plug-in. Um diese Seiten optimal zu betrachten benötigen Sie einen Computer.

Ich liebe solch klare Ansagen. Ist auch alles noch so schon statisch 1.0 - Durch Klicken auf eine Google-Anzeige mit dem bestechenden Claim "Ich klinge teurer als ich bin", bin ich neulich auf der Homepage des Sprechers Viktor Pavel geraten. Und da ich einen Bekannten habe, der sich auch in dieser Profession versucht, war's mal nicht uninteressant sich da durch zu klicken. Schön auch die lange Textseite Wie Sie Sprechern die Arbeit erleichtern, wo am Ende dann noch über Problematiken des Freiberuflertums geschrieben wird.

Jetzt habe ich heute Post bekommen von einem Kurzfilmer und auf der Rückseite der DVD-Hülle klebt die Adresse von Herrn Pavel. Zufall? Wahrscheinlich.
 






Web 2.0 song, Are You Blogging This? via

Es ist tatsächlich ja so, dass man leicht den Eindruck bekommt, viele Weblogger drehen sich nur um sich selbst und das "neue" Medium. Der Reiz am Bloggen scheint für viele in so etwas wie dem Experiement "Massenkommunikation" zu liegen - das was man im ersten Semester Kommunikationswissenschaften lernt, sich mal auseinanderzusetzten mit Begriffen wie "Information", "Meinungsbildung", "Kontrolle" in Zusammenhang mit Kommunikation und Medien. Der Effekt, mal was zu schreiben und Andere gar Unbekannte können das lesen muss rauschhaften Charakter bekommen, wenn man sich nur mit klassischen Unterhaltungsmedien volldröhnt - doch was wird eigentlich in der Masse im Web 2.0 getrieben? Genau, es wird berichtet, wie man selber so richtig schön drinsteckt in dieser Blase "digitale Lebenswelt". Ist doch Quatsch und dieses Video thematisert sehr schön diese mediale Schraube im Web 2.0.

Nur weil alle stumpfsinnig "Web 2.0" vor sich hin murmeln ist das noch lange nicht Web 2.0! Das ist eher lemminghaft.

Warum das jetzt nötig war? Weil ich dieses selbstrefernezielle getwitter Quatsch finde und trotzdem nicht an die frische Luft komme und ständig auf dem Handy irgendwelche RSS-Feeds scanne, die mir auch nicht sagen können, wo das jetzt hier eigentlich mal weitergehen soll.
 




::: gesehen am 22.4.2007 auf achtungberlin.de

Dtl. 2007 - Dokumentarfilm von Gines Olivares und Wolfgang Reinke

Drei Männer in einer Wohngemeinschaft, 54 m2 in Berlin Kreuzberg. Sie schlafen in Küche, Bad und halbem Zimmer. Junkies, Ex-Knackis und Alkoholiker zwischen Hartz IV, dem nächsten Schuß, Wodka und Bier – der Albtraum jeder bürgerlichen Nachbarschaft. Andi träumt von einer eigenen Wohnung, Dieter muss für 100 Tage in den Bau und Wolfgang schreibt Gedichte. In der klaustrophobischen Enge dieser Gemeinschaft benebelter Geister wirken Glück und Liebe wie Schatten einer längst vergangenen Zeit. Während es in dem Dreck, dem Chaos und der Verzweiflung zu rührenden Momenten kommt, brechen die Konflikte zunehmend stärker durch: die Stromrechnung, die Miete, die geklauten Pullis. Doch Andi bringt das scheinbar paradoxe ihrer Situation auf den Punkt: "Kein Mensch lebt doch gern alleine!"

Sehr nah beobachtet, solide Porträtstudie in einem interessanten Milieu. Was mich am meisten beeindruckt hat, die menschliche Nähe, mit der die Filmemacher mit ihren Protagonisten umgehen. Beim Thema "unter Bettler und Pennern" kann es leicht passieren, dass eine Doku ins Voyeuristische abfällt. Auch in diesem Film kann man sich eines ähnlichen Vorwurfs manchmal nicht verwehren, dann aber wieder wird die Stimmung aufgefangen durch Humor, durch Sehnsüchte, Emotionen und Liebenswürdigkeiten. Die Bewohner der Unterschichts-WG werden zu Menschen, nicht zu soziografischen Elementen.

Aber auch hier wieder auffallend: Gesellschaftlicher Ausstieg durch Drogensucht mit gleichzeitiger Sehnsucht nach Bürgerlichkeit und Anerkennung.

Ich glaube, es liegt was in der Luft, dass mich in letzter Zeit immer diese Double-Binds auffallend interessieren?

Über die Homepage zum Film habe ich noch was anderes interessantes gefunden: b-ware.tv - ein Netwerk-Label-Media-Camp-Film-Club für den "b-sonderen film" (in Berlin und Bremen!). Eben in Newsletter eingetragen, mal schauen, was da so passiert.


 




gefragt, geantwortet

Was war Deine erste “echte” PC-Hardware?
1985 im Büro von Vater ein 286er IBM-kompatible Noname-Geschichte aus Japan. Floppy-Disk-Drive (klar) und ein Bernsteinfarbener s/w-Monitor. Als Drucker diente die elektrische Schreibmaschine mit auswechselbarem Typenrad.

Deine erste Anwendung welche Du benutzt hast?
MS-DOS und dann so ein MS-DOS-Tutorial und dann Malen mit "Star Writer"

Dein erstes Spiel?
Uh, schwer zu sagen. Von dem Büroelektronik-Laden, wo mein Vater den Rechner gekauft hatte, gab es noch gratis eine Floppydisk mit Spielen dazu. Die hießen "Packman", "Castle", "Cat", "Digger" und "Space Invaders". Eigentlich hab ich aber schon vorher Computerspiele gespielt: Kleine LCD-Spiele auf dem Schulhof anstatt Fußball. Am Stall meiner Cousine stand so ein gehakter Spielautomat (lief ohne Münzeinwurf!) mit irgendwas, wo man ein U-Boot war. Die reichen Kinder, wo ich manchmal zu Besuch kommen durfte, hatten Atari-Konsolen.

Hattest Du von Anfang an Spass an der Materie?
Ja. Zuerst ja, dann eine Phase der Langeweile, gab Spannenderes. Pupertät und so. Dann mit Internet wieder ja.

Seit wann bist Du online, und mit welchem Anbieter?
Seit 1995 über die ZEDAT. Das war so mit die erste Handlung als Erstsemester, ein Account im Rechenzentrum zu beantragen. Dann hing man da stundenlang im Informatiker-Gebäude an den öffentlichen Terminals, je nachdem was gerade frei war - PC, Mac, Unix... Zu Hause hatte ich noch den Bernsteinfarbenen, "Junge, als Schreibmaschine fürs Grundstudium, kannste meinen alten Rechner mit nach Berlin nehmen, dafür ist der doch noch gut..." - Dann ein 28.8er Modem zu Weihnachten geschenkt bekommen und dann habe ich bald auch den Bernsteinfarbenen gegen einen 486er ausgetauscht, von unten aus so einem Gebraucht-PC Shop.
 




Ziemlich nervig heute. Eigentlich hat mir hier im Kino der Festivalbetrieb Spass gemacht. Heute nicht so. Irgendwie zu viele Nachwuchsfilme mit technischen Mängeln, die dann der Vorführer ausbaden muss... Mal Videobild zu hell, mal Ton zu leise, mal Ton auf 4 Spuren verteilt (Abspielgerät kann aber nur 2 Spuren). Viel Mittelmäßiges heute.
 




Letzte Nacht ist mein iPod verschwunden im Rio geklaut worden.
 




:::: gesehen am 20.4.2007 auf achtungberlin.de

Dtl. 2007 - Regie: Jonas Grosch

Erzählt wird die Geschichte des Schauspielers Christof Wackernagel, der nach seiner Zeit als RAF-Aktivist und einer 10-jährigen Haftstrafe in der afrikanischen Stadt Bamako eine Vollkornbäckerei nach deutschem Muster eröffnet. Die erste Skepsis der Bewohner gegenüber dem ungewöhnlichen Gebäck, ein explodierter Backofen und die nicht ganz loyalen Kooperationspartner sorgen für erhebliche Anlaufschwierigkeiten. Doch Wackernagel ist willensstark und lernfähig und der schwäbische Pioniergeist lässt sich nicht so ohne weiteres stoppen...

Diese erste Lang-Doku des HFF-Studenten Jonas Grosch ist eine Entdeckungsreise durch die Hauptstadt Malis und eine Porträt der Lebensgeschichte Christof Wackernagels. Für mich interessant: Die Überschneidungen eines "linken Aussteigers" mit denen eines "typisch Deutschen" Verhaltens vereint im Protagonisten.


 




:::: gesehen am 20.4.07 auf achtungberlin.de

Deutschland 2007 - Regie: Gilbert Beronneau

Mit den Cousins Franz und Toni treffen Welten aufeinander. In dem leerstehende Hotel Lunik sehen beide eine Chance, ihre sehr divergierenden Lebenskonzepte zu verwirklichen. So möchte Franz, der eine kosumorientierte Welt strikt ablehnt, sich mit einer Meute Gleichgesinnter kommunenartig in dem heruntergekommenen Hotel niederlassen. Toni hingegen plant eine Eventbar aufzuziehen und damit Kapital zu schlagen. Der Zusammenprall der unterschiedlichen Lebensmuster scheint unvermeidbar.

War nichts für mich. Wirre Handlung, drauf angelegt, das Schauspielerensemble zur Geltung kommen zu lassen. Soll sagen, keine Haupt- und Nebenfiguren, sondern gleichgewichtete Handlungsstränge. Aber wirr und unsausgegoren und voller Klischees. Und wenn schon Portfoliofilm für Schauspieler, dann auch das Schauspiel bitte besser. Die meisten der Darsteller wirkten für mich nicht "in der Rolle", sondern selbstverliebt.

http://lunik-der-film.de/
 





uploaded by tristessedeluxe.

Aber gleich darf ich noch einen Kurzfilm auf 35mm anschmeissen.


 




Neue Dienstanweisung in den Bildwerferraeumen
Neue Dienstanweisung in den Bildwerferraeumen

Geht schon wieder gut los: Der Praktikant ist wieder mit von der Partie. Bin gerade im Dunkeln beim Kontrollieren der Lautstaerke ueber seinen Rucksack am Saaleingang gestolpert. Zum Glueck war ich kein verspaeteter Gast.
 




immer wieder neu und ganz besonders 'soulful' die jugend auf dem lande, von österreich nach england, europa, rumänien und zurück - http://yitc.picturetank.com/

(geheimtip: login 'guest', user 'guest', even more amazing pictures)
 




Hurra! Hab heute mein erstes Kurzfilmprogramm hier bei dem Filmfestival vorgeführt. Gewöhnt ist man das ja als Kurator, als Vorführer ist das ja aber alles nochmal viel aufregender. Unterschiedliche Formate, 35mm, 16mm, Videoformate. Und dann wissen die jungen Herren Damen Filmemacher ja auch manchmal nicht, was sie da eigentlich für Ton und Formatangaben auf ihre Filme draufschreiben sollen. Da ist dann "Letterbox" manchmal nicht wirklich Letterbox und Tonangaben werden sowieso gern weggelassen.

Aber ist super gelaufen. Auch mit den Filmemachern, die dann plötzlich im Bildwerferraum stehen und noch Farbwerte am Videobeam korrigieren wollen. Macht meist den Film auch nicht besser. Aber egal. Ich bin froh, jetzt gerade zeige ich noch ein Kurzfilmprogramm - mit 3 Halbstündern, aber ist unkomplizierter als das von vorhin.

Yeah yeah! Heute machts hier richtig Spass! Ich darf nachher sogar den Vorhang fahren.
 




Wozu man nicht selber kommt: Bertram hat eine Übersicht über deutsche Videoblogs zuammengestellt.
 




::: gesehen am 17.4.2007 auf Eröffnung achtung berlin

Deutschland 2007 - Regie: Clemens Schönborn, mit: Mit: Jürgen Tarrach, Wolfram Koch, Mario Irrek, Andreja Schneider, Mira Partecke, Jenny Schily, Iren Reppen, Tom Jahn, Oskar Hassler, Hendrik Arnst, Michael Falkenhagen, Susanne Bredehöft, Joachim Tomaschewsky

Silvio, Norbert und Micha sind Bauarbeiter und arbeitslos. Alle drei wollen nach Norwegen auswandern, um dort einen Job zu finden. Doch der Umzug bedeutet auch, dass sie in Deutschland nicht mehr gebraucht werden und auch die Frauen müssen damit klar kommen. Und was macht man, wenn man kurz vorm Auswandern die Liebe seines Leben trifft? Das sind Dinge, die man nur bei einem Bier klären kann...

Ich hab wirklich Schlimmeres erwartet, doch diese Komödie schafft es, zum einen witzig bis klamottig zu sein und gleichzeitig romantische Töne anklingen zu lassen. Soll heissen: Gute Unterhaltung. Und trotzdem wird das Thema Arbeitslosigkeit - jenes Gefühl, abgestiegen, abgestoßen, hinausgeworfen zu sein aus dem gesellschaftlichen Leben - mit geeigneter Ernsthaftigkeit behandelt. Würde der Film aus England kommen, er wäre ein Hit.


 




Führe gerade die Vormittagsvorstellung vor. Keiner von uns Vorführern scheint das gerne zu machen, nur von 10:30 bis 13:00 Uhr gebucht zu werden. Ist zwar eine relativ übersichtliche Sache, für die 20,- Euro aber extra sich auf den Weg ins Kino zu machen, ist nicht wirklich verlockend. Um 13 Uhr soll heute aber noch eine Pressevorführung stattfinden. Die könne ich ja auch noch machen, quatschte mich meine Disponentin gestern Abend um 23:00 Uhr auf der Eröffnungsfeier schräg von der Seite an. Hab ich ihr gestern schon gesagt, dass ich das zu knapp finde und ich heute nicht länger als bis 13 Uhr bleiben kann, weil ich auch andere Termine und Verpflichtungen und meinen Bürojob habe. Da hat sie nur irgendwie einen Witz drumrumgestrickt und gesagt, "ach, du wirst das schon hinbekommen, 2 Stunden länger zu bleiben..."

Nein, ohne mich! Ich geh um 13 Uhr. Muss halt die Pressevorführung ohne Filmvorführer stattfinden. Kann mir keiner erzählen, dass der Termin für die Pressevorführung erst gestern um 23 Uhr zustande gekommen ist. Manchmal kommt es mir vor, dass man hier ziemlich als Personal-Vieh behandelt wird. Da werden Termine gemacht, ohne das der Dienstplan darauf abgestimmt wird. Zum Glück habe ich heute tatsächlich einen dichten Tagesablauf, da fällt das "nein" sagen leichter.

[Aua] Jetzt hat eine Mutter aus der eben zuende gegangenen Vormittagsvorstellung ihrem Kind heißen Tee übergeschüttet. Das wird ja ein prima Kinotag heute, bin froh dass ich gleich wieder raus bin.
 








Alt geworden ist er irgendwie, grauer Dreitagebart. Hab ihn lange nicht mehr auf dem Screen gehabt.

via
 




Gestern noch Eins mit Sternchen. Heute den Saal 3 zu Klump vorgeführt. Schlimmen Kinomuskelkater vom Filmeschleppen und Daumennagel ab, Finger zum falschen Moment in falscher Mechanik gehabt.

Freitag, inner Erinnerung alles gut, aber schon zu lange her, um sich dran erinnern zu mögen.

Samstag, Wohnung geputzt, TV geschaut und mit so Leuten getroffen.

Sonntag, lange 10-Stunden-Schicht. Aber entspannt genug, um gut zu sein. Wetter war sehr, sehr gut. Das ist nicht so im Gleichklang mit Kinoarbeit. Genug Zeit, um Filme zu entkoppeln und Spulen frei zu machen, für das Festival, was morgen „bei uns“ startet. In den hinteren Ecken, da wo’s keinen stört, sammeln sich immer die Kinderfilme. Und weil da wohl auch die Filmverleiher nicht so hinterher sind, fällt das niemanden auf, dass da dann immer noch 10 Kinderfilme stehen, die eigentlich auch nicht mehr gezeigt werden und zurück geschickt werden könnten. Ich hab den Zettel mit meinen Entkopplungs-Notizen noch in der Hosentasche – wie Einkaufszettel: 2x Bibi Blocksberg, 2x Kalle Blomquist, Michel bringt die Welt in Ordnung, Pipi Langstrumpf Teil ??? (Achtung, der eine Pipi-Film kommt noch), Schweinchen Wilbur, Karlsson vom Dach. Muskelkater vom Zusammensuchen der Filme. Eine so’ne Spule mit einem abendfüllenden Film wiegt dann schon mal so an die 30-40kg (je nach Länge). Zwischendrin nur die Beschwerde eines etwas älteren Zuschauers, der fand, dass der alte Schwarzweissfilm (von DVD) zu schnell laufen würde. DVD lief auf Play nicht auf 2x Play. Kann man nichts machen. Dann letzte Vorstellung „Casino“ (mehr als 3 Stunden lang, wieder Wette gewonnen, dass jemand kommt) sollte im Saal 3 laufen (den man wirklich keinen „Saal“ nennen kann – da würd’s eigentlich nur Sinn machen, seine Playstation an Beamer anzuschließen – dann wär großes Kino, aber egal). „Casino“ war für die 3 programmiert was mich selber sehr nerven würde. Da in Kino 2 aber der Film wegen schönem Wetter oder uninteressanter Programmplanung ausgefallen ist. War dann fünf Minuten vor Programmstart die Idee von der Kasse, „Casino“ statt in der 3 doch besser in der 2 zu zeigen. Der Film ist halt Cinemascope, was bedeutet, dass man dafür auch einen gewissen Raum benötigt, den die 3 nicht so bietet. Ich also, „ja, ist machbar, kann aber nicht versprechen, genau in 5 Minuten startklar zu sein.“ – von der 1 in die 3, die 45kg Rolle die Wendeltreppe runter, durch Saal 2 nach hinten, Turbofilmeinlegen, Werbung starten, weiter Hauptfilm-Einlegen. Kurze Lichtpause. Filmstart, alles Scharf, geiler Sound – und sogar Chef im Publikum. Meint Kasse noch, „tut ja auch mal Not, dass der mal mitbekommt, wie ihr Euch hier immer einsetzt für das Publikum.“

Lorbeeren Montag wieder weggenommen bekommen: Heute dann in der 3 die Leinwand kaputt gemacht (eine Führungsrolle von der Drahtseilwinde der Kaschierung ist irgendwie ganz grob aus der Speerholzhalterung der Leinwand gerissen – hat sich wohl irgendwas in der Mechanik verklemmt – jener, der wie gewohnt den Knopf drückt, ist trotzdem der Blöde). Wär nicht schlimm, wenn da nur ein Filmformat gespielt werden müsste, is ja aber „bei uns“ nicht so - musste nun immer mit vorherigem Test per Hand die Kaschierung eingestellt werden, was meinen ganzen Ablauf durcheinander gebracht hat: Film einlegen, starten, Kaschierung per Hand einrücken, Film stoppen. Film zurückspulen, loses Drahtseil mit Gafferband irgendwie aus dem Sichtfeld rauskleben. Film wieder einlegen... (ist ziemlich knappes Timing, so 10-15 Minuten zwischen den Programmen). Dann noch der neue Praktikant, dessen Job jetzt erstmal ist, Qualitätskontrolle zu machen und mir immer im Bildwerferraum im Weg stand. Verstand irgendwie den Satz nicht, „Kannst mir gerne zusehen und dein Protokoll machen, aber stell dich in diese Ecke da, denn ich muss hier viel hin und her springen, um Knöpfe zu drücken.“ Ich mag neugierige Jugend wirklich, aber das sind keine „Bänder“ das ist Film. Und ja klar, das funktioniert, weil das menschliche Auge träge ist. Nennt man Kino. Schon seit mehr als 100 Jahren.

Was war noch? Ach ja, nach 5 Minuten stoppte ein Film, weil eine Filmrolle einen Drall hatte, war vom Transport im Haus wohl verbogen (weil wir die immer von einem Saal in anderen schleppen müssen und die Filme nicht mal einfach eine Woche in einem Saal programmiert werden können) – so nur ein bisschen verbogen, dass die immer an dem Arm vom Projektor langgeschliffen ist und den Projektor aber dadurch dann ausgeschaltet hat. Treppe hoch, checken was ist, Publikum informieren. Treppe runter, neue Leerspule holen, Treppe hoch (immer der Praktikant im Weg). Gezielten Schnitt setzen, Spule austauschen. Weiter. Zeitgleich mit Filmstart im anderen Saal, der dann 5 Minuten Verspätung hatte.

Wenn auf die Arbeit die Routine fehlt, weil schon zum Schichtstart eines der wichtigsten Arbeitsmittel (die Leinwand) nicht so will, dann hilft nur nach der Arbeit Routinen zu pflegen: die guten, scharfen Bolognese-Macaroni beim Türken Bülow Ecke Potse und danach noch in die Stammbar, Bier – aber Ach! Zwei der lieb gewonnenen Barkeeper feierten ihren Ausstieg aus der Gastronomie – gerade wo sie sich an mich gewöhnten. Alles im Wandel, immer noch.
 




* 04.16.2007
Gunman on Campus; Stay inside your building, away from windows; Shooting incident at West Ambler Johnston Hall

* 04.15.2007
Torgersen, Durham, Whittemore halls to open 7 a.m. Monday; $5,000 reward offered

* 04.12.2007
Blacksburg, Roanoke, and Virginia Tech to use biodiesel fuel in vehicles and power equipment

Lücken zwischen Internet und Realität. Spuren nur beim Klicken durch das A-Z der Virgina Tech.
 




Grosse Filmvorfuehrkunst heute wieder.
Richtig Rock, mit Rumgerenne und ins Schwitzen kommen und so. Spaeter
dann sicher mehr.
 






TRISTESSE DELUXE

» just my private blog.


start | über | themen | klowand | fragen? login
RSS-Feed  Online seit 8283 Tagen auf blogger.de
Letztes Update: Thu, 11.02.2010, 03:15

 
Letzte Aktualisierungen
Blog- und Serverumzug
Nach 2311 Tagen auf blogger.de ziehe ich heute um auf...
by tristessedeluxe (2010/02/11 03:15)
Film: A Serious Man
::: gesehen am 21.1.2010 OmU im Odeon USA 2009 - Regie:...
by tristessedeluxe (2010/01/22 04:22)
...
Das Kind ist jetzt in dem Alter angekommen, in dem...
by tristessedeluxe (2010/01/20 21:14)
Film: Razzia sur la chnouf
:::: gesehen am 17.1.2010 auf arte(Razzia in Paris)...
by tristessedeluxe (2010/01/20 12:39)
Neues Open Source Road...
BMW K100 in Zentralrussland, originally uploaded...
by tristessedeluxe (2010/01/19 23:14)
Meine Social Media Identitäten
Blogroll




Letzte Fotos auf flickr /