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Arbeit am Selbst. Die 25 härtesten Fragen im Jobinterview – aus Personalersicht nehme ich gern als Herausforderung an und beantworte sie sehr gerne. Quasi als Blogstöckchen. Denn Blogstockschulden sind Ehrenschulden.

Woher wissen Sie, dass Sie einen guten Job gemacht haben?
Ich bin eher ein intrinsischer Typ. Ich weiss, dass ich einen guten Job gemacht habe, wenn ich selber mit meiner Arbeit zufrieden bin. Ich bin mein schärfster Kritiker. Gleichzeitig ist mir natürlich Lob von Kunden oder Auftraggeber sehr wichtig. Die beste Form des Lobes eines Kunden ist die Weiterempfehlung.

Wenn Sie dieses Unternehmen vielleicht einmal verlassen: Was soll man Ihnen nachsagen?
Ich suche eine Aufgabe, die zu mir passt, egal ob ich festangestellt bin oder als Freiberufler arbeite. Entsprechend wünsche ich mir, dass wenn ich nicht mehr mit dieser Aufgabe betraut bin, ich in guter Erinnerung bleibe. Und zwar als jemand, der in seiner Arbeit aufgegangen ist.

Was mochten Sie an Ihrem bisherigen Job am wenigsten?
Ich habe alle meine bisherigen Jobs gemocht und hege wenig schlechte Erinnerungen. An negativen Momente bin ich gereift. Und um ganz ehrlich zu sein: Allgemein kann ich am wenigsten Ungerechtigkeiten und kurzsichtige Handlungsweisen leiden, aber das findet man ja nicht nur in beruflichen Aspekten.

Was interessiert Sie an diesem Job vor allem, das sich zugleich von Ihrem bisherigen unterscheidet?
Ja, das kommt jetzt auf die tatsächlichen Aufgaben an, die Sie für mich haben. Ich versuch's mal mit "die Herausforderung" ...



Wenn Sie Ihre vergangenen zwei bis drei Positionen vergleichen: Waren Sie eher Anführer oder Ausführer? Begründen Sie bitte Ihre Antwort.
Ganz klar: Sowohl Ausführer als auch Anführer. Ich arbeite gerne für Menschen, die einen Anspruch auf Führung annehmen, wenn sich gleichzeitig dieser Führungsanspruch in guten, für mich respektablen Leistungen zeigt. Gleichzeitig habe ich mich aber auch als indirekter Anführer erlebt, indem ich berate, reflektiere, Prioritäten setzen und unterschiedliche Positionen abwägen kann und folglich Perspektiven und Lösungen vorschlage, die den Entscheidungen des Anführers zu Gute kommen. Vielleicht ist es ein Wunschtraum, aber ich sehe mich eher als vermittelnder Dirigent, als als Ausführer oder Anführer.

Wie finden Sie es, geführt zu werden?
Eine interessante Frage, ich muss da spontan an die typisch deutsche Radfahrermentalität denken, die historisch nicht viel Gutes gebracht hat. Aber, ja, ich finde es gut, geführt zu werden, wenn ich Respekt und Anerkennung vor den Leistungen eines Anführers habe und wenn der Führende sich auch rückversichert über den zu gehenden Weg. Schlecht lasse ich mich führen, wenn einer die Führung übernimmt, aber damit offensichtlich überfordert ist und das nicht zugeben kann. Auch muss alles in einem fairen und ethisch vertretbaren Rahmen... Nicht jeder ist zum Anführer gebohren. Man kennt das ja: der Führer zum Beispiel war ein armes Schwein, er hatte keinen Führerschein.

Wenn Sie auf dem Cover eines Magazins erscheinen könnten – welches Magazin würden Sie sich aussuchen?
Sie stellen diese Frage, um zu sehen, wie kreativ – oder womöglich auch wie eitel ich bin und wo ich mich künftig gerne sähe. Aber ganz ehrlich, so oberflächlich die Frage ist, so plakativ muss ich antworten: Wenn ich die Wahl hätte, würde ich lieber gar nicht auf einem Cover von irgendeinem Magazin erscheinen. Lieber hätte ich, dass wir als Team kollektiv für das stehen, was wir gemeinsam Leisten. Es soll in vielen Medien gleichzeitig eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem geschehen, wofür wir zusammen stehen. Wäre das nicht viel erstrebenswerter, als lediglich ein Hochglanzfoto von meiner hübschen Fresse?

Erzählen Sie mir etwas von sich, das nicht in Ihrem Lebenslauf steht und mir hilft, Sie von anderen Bewerbern zu unterscheiden und mich an Sie zu erinnern.
Als ich noch Kind war, habe ich meinen Eltern innerhalb von wenigen Wochen ca. 300 Mark gestohlen und in Unterhaltungselektronik und Süßigkeiten investiert. Als das zu einem gewissen Teil raus kam, gab es ziemlich Ärger. Seitdem habe ich ein sehr konservatives, respektvolles Verhältnis zum Eigentum anderer.

Wie geht es Ihnen heute morgen?
Danke der Nachfrage! Super, wie immer. Und Ihnen?



Was wissen Sie über unser Unternehmen?
Ich hab ihre Homepage gelesen, habe meine Social Media Kontakte über sie befragt und bin bestens über die Probleme des Unternehmens mit dem Betriebsrat informiert. Mich würde im Gegenzug interessieren, was sie eigentlich über mich wissen? Haben Sie wenigstens mal nach mir gegoogelt? Mein Blog gelesen? Oder haben Sie sich etwa nur mit meinem Lebenslauf auf dieses Gespräch vorbereitet?

Wann haben Sie das letzte Mal die Regeln gebrochen und warum?
Das letzte mal habe ich vermutlich gegen Rechtschreibregeln verstoßen (langes, irres Lachen). Aber im Ernst: Ich breche dann mit Regeln, wenn sie zu starr oder überholt sind und offensichtlich auch andere in der Gesellschaft eine Regel aufweichen. Die Regeln unseres Gesprächs etwa finde ich brechenswert. Warum stellen Sie hier eigentlich die Fragen? Wäre es nicht viel leichter für Sie, wenn ich Sie fragen würde, und Sie müssten lediglich antworten, was für eine Person sie eigentlich für die offene Stelle suchen? Scherz beiseite. Ich poche gern auf die Einhaltung von Regeln, wenn es unfair wird oder jemandem durch die Nichteinhaltung geschadet wird, oder im weiteren Sinne gesellschaftliche, moralische und ethische Grundsetzte verletzt werden.

Wenn Sie Ihren perfekten Job selbst gestalten könnten – wie sähe er aus?
Millionenlottogewinn. Und dann nur noch machen, was mir Spaß macht.

Was werden Ihre Kollegen hier von Ihnen lernen?
Das möchte ich lieber den Kollegen überlassen, was sie von mir lernen möchten. Ich bin da offen und werde mich sicher nicht aufdrängen.

Was kann Ihnen diese Position bieten, das Ihre bisherige nicht kann?
Ich verstehe Ihre Frage nicht. Ich dachte, wir sind uns einige, dass wir hier über Macht, Reichtum und Unsterblichkeit sprechen?

Wenn ich zwei Ihrer Ex-Kollegen zu Ihnen befragen würde – einen Freund von Ihnen und einen, der das eher nicht ist: In welchen Punkten würden dennoch beide übereinstimmen?
Verbindlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Loyalität.



Wenn wir Sie jetzt einstellen: Was werden Sie in den nächsten 90 Tagen als erstes unternehmen?
Elternzeit.

Was bedeutet Integrität für Sie persönlich?
Integrität bedeutet für mich erstens: die charakterliche Unbescholtenheit, Unversehrtheit oder Unverletzlichkeit von jemandem, zweitens: die Fehlerfreiheit, Richtigkeit bzw. Vollständigkeit von Daten (PC). Das steht so in der Wikipedia. Kann aber auch sein, dass Integrität irrelevant ist.

Was schuldet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern?
Eine faire Behandlung der Mitarbeiter, was die Wertschätzung der Arbeit und die Privatsphäre der Mitarbeiter angeht. Eine Unternehmenskultur, die Offenheit, Transparenz und gleichzeitig Identifikation ermöglicht.

Was erwarten Sie von einem Unternehmen, in das Sie Ihr Talent und Ihre Zeit investieren wollen?
Ich erwarte eigentlich ein hohes Maß an Bewusstsein über gesellschaftliche Werte und Nachhaltigkeit. Können Sie mir das bieten?

In welcher Ihrer Eigenschaften fühlen Sie sich von anderen Menschen missverstanden?
Manchmal werde ich als "unsicher" oder "wenig zielstrebig" eingeschätzt, weil ich Zweifel habe, nachfrage oder mich in einem Punkt des Gesprächs vertiefen möchte.



Was wollen Sie werden, wenn Sie groß sind?
Danke, aber ich besitze bereits eine gefestigte Identität. Nächste Frage.

Erzählen Sie mir etwas über den besten Chef, den Sie je hatten.
Der beste Chef, den ich je hatte, hatte Fehler und war so menschlich, diese Fehler zugeben zu können. Er hat mit seiner Persönlichkeit gearbeitet, war spontan, chaotisch und mitreissend. Ich konnte seine Arbeit respektieren, weil sie gleichzeitig frech war und inhaltlichen Tiefgang hatte.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde – wofür würden Sie arbeiten? Was würden Sie mit Ihrem Leben bewirken wollen?
Ich würde dafür arbeiten, dass Leute es besser verstünden, über ihren Tellerrand zu blicken und mir dadurch die Grenzen meiner Echo-Kammer aufzeigen.

Was ist Ihre größte Sorge – diesen Job betreffend?
Ganz im Vertrauen: meine größte Sorge ist eigentlich, dass Sie sich eventuell vorab nicht ausreichend damit beschäftigt haben könnten, was für eine Person Sie eigentlich für diesen Job suchen.

Ganz am Ende des Jobinterviews: Wie würden Sie Ihr aktuelles Interesse für diesen Job auf einer Skala von 1 bis 10 (10 = Maximum) einordnen?
Natürlich Maximum! Am liebsten hätte ich schon vor vier Wochen mit dem Job begonnen. Das hätte Ihnen viel Arbeit erspart. Wir sehen uns dann also morgen um 9 Uhr?

Hier geht's zu meinem Xing-Profil.
 




Rochus warf mir ein Stöckchen zu mit folgendem Regelwerk:
Regel: Poste (über) etwas, das ohne die 68er nicht möglich gewesen wäre. Es muß nicht politisch sein kann aber, und es muß auch nicht das Wichtigste sein, das Dir einfällt.Meine üblichen Prokastrinations-Taktiken wie "Ich brauche mehr Details" oder "Schreiben Sie es mir in eine Notiz, ich kümmere mich später darum", helfen leider zur Zeit gerade gar nicht (ich muss bis Ende April so einen halbwissenschaftlichen Text abgeben), daher bin ich über jede Ablenkung dankbar. Wollte Freitag schon spontan einen neuen Kühlschrank kaufen gehen, nur um mich nicht an den Schreibtisch setzten zu müssen. Heute habe ich einen Kater, ohne was getrunken zu haben, was ich wirklich nicht fair finde. Aber ich schweife ab.

Nach einigen Überlegungen, glaube ich eine vage Antwort auf die Frage "Was wir den 68ern verdanken" geben zu können (bitte auf das Bild klicken, dann spielt sich ein privates Youtube-Video mit nicht geklärten Musikverwertungsrechten ab):



1. haben wir den 68er natürlich diesen herzfeinen Liedtext von Peter Licht zu verdanken, aber viel wichtiger...:
2. haben wir den 68er zu verdanken, dass es uns gibt - wir Mitte-30er, die wir unser kleines Glück und unsere antiautoritäre Bühne im Internet suchen, wie etwa beispielhaft hier unsere Darstellerin in obigem Video, die 34-Jährige klarakarlson auf youtube. Das ist jetzt gar nicht so böse gemeint, aber ich glaube schon, das Grundzüge der ursprünglichen Internet-Ideologien und heute umformuliert der Web-2.0-Mentalität, das teilen und mitteilen jeder mit jedem, mit einer einer gewissen Hippietum verwurzelt ist. Lutz Dammbeck folgt in seiner Film Das Netz ja einer ähnlichen Analyse (man erinnere sich auch an meine Besprechung des Films auf critic.de.

Ich werfe dieses Stöckchen höflich weiter an fabe, weil ich glaube, er kann mit der Frage was anfangen. Dann wünsche ich mir dazu bitte auch etwas aus dem Kuriositäten-Cabinett des Dr. Kid37 und schließlich würde mich noch die Meinung von fruity dazu interessieren.
 








TRISTESSE DELUXE

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