# nicht auszuhalten, wenn man sich angetrunken noch nicht ausgenüchtert im Landeanflug auf Tegel befindet und sich die Liebste mit dem maltesischen Sitznachbar darüber unterhält, dass man gelesen habe, dass jeder 5. Flugpassagier unter Flugangst leidet. Normalerweise nicht unter Flugangst leidend war mir derweil gleichzeitig heiss und kalt, der Schweiss lieft mir in Strömen runter und ich konnte nur daran denken, jetzt nicht daran zu denken, dass mir schlecht wird. Geredet hätten beide nur drüber, weil sie irgend ein Thema brauchten, um ihre Flugangst zu verscheuchen.

# genau so eine Chance, dass ich mich gerne über technische Details von Maschinen unterhalte. Heute gleich zwei Versuche:
1. Er: was für ein iBook hast du denn da? Ich: Naja, halt ein iBook. Keine Ahnung? Läuft, macht keine Macken und ist schnell genug für meine Zwecke.
2. Ein anderer Er: Bist du hier der Filmvorführer? Ich: Ja, wieso? Er: Ich arbeite in Wiesbaden auch in einem Kino... das [Name vergessen]. Ich: Kenn ich nich. Er: Und was habt ihr für Projektoren? Ich: Kommt drauf an, welchen Saal du wissen willst. Hier aus dem du gekommen bist - Kinoton. Und was verdienste da die Stunde in Wiesbaden? Er: ... weisst du, wo man hier in der Nähe noch später hingehen kann, bin mit meiner Freundin sozusagen auf Urlaub in Berlin? Ich: Bin ich zu alt für, um zu wissen, wo man Montagnachts hier in der Nähe noch später hingehen kann.

# Morgen dann die brennenden Fragen: Wie lange hält eigentlich der Akku von deinem iPod? (Bisser aller ist!) Kann dein Handy auch mp3 abspielen? (Logo, schon seit 2004!) Wieso geht das Standrücklicht an deinem neuen Rad nicht mehr? (Is besser so!) Wo ist eigentlich das Mini-USB Kabel von der Urlaubs-Canon? (Am Zigarettenanzünder im Toyota!)

# Ich wage jetzt noch 80/20 Biere und lese meine Urlaubslektüre zu Ende (dickes Buch, grün, 2004 erschienen, Popliteratur)
 




Oh man, wie gut das tut. Alle Arbeit erstmal getan, Feierabendbiere und dann nur noch morgen Koffer packen und dann eine kleine, feine Woche auf Insel.
Obwohl, das mit dem Koffer koennte noch stressig werden.



 




kann ich gleich bei "denk an die Milch" einen Geburtstagstermin mehr eintragen. Liselotte, in letzter Nacht.

Immer wenn meine Verwandschaft sich erfolgreich fortpflanzt, habe ich die Leise Ahnung, dass alle nur darauf geiern, dass es bei mir nun auch langsam mal Zeit sein sollte, mein Leben in Griff zu bekommen und selber eine Familie zu gründen.
 




Nachdem ich die letzten Wochen versucht habe, die diversen anfallenden Aufgaben mit dem Google Calendar zu verwalten, daran aber gescheiter bin, weil nicht erledigte Aufgaben einfach irgendwo stehen bleiben und nicht mit der Zeit gehen, bin ich heute auf den Online-Taskmanager Remember the Milk gestoßen, der mir sehr gut gefällt, denn damit kann ich meiner Vergesslichkeit hoffentlich entgegen wirken - und das auch noch schön stylisch in Web 2.0-Manier.

Kurz, was isses: Eine Aufgabenverwaltung, wie man sie kennt nur besser, denn: webbasiert (also vom Home Computer, vom Job Computer, von der Bibliothek, vom Freund verwaltbar) mit allem neumodischem Schnickschnack, wie Tags, Google Maps, Integration in Google Calendar, unterschiedliche To-Do Listen nach Projekten aufteilbar, Erinnerungen und Termine in alle mögliche Kanäle schicken an sich selbst und an andere Kontakte (logisch per e-mail, aber auch per SMS oder skype (und viele andere Instant Messanger) oder als atom-feed und und und. Man kann sich die Aufgabenliste auch einfach ausdrucken und alles sehr übersichtlich designed und ein lustiges Bildchen einer Kuh und ein einprägsamer Name. Ach ja - und man kann das alles auch noch über den Browser im Handy bedienen, was ja für mich als o2-wap-flatrate-junkie immer sehr wichtig ist. Einfach wunderbare Sache für ordnungsliebende Jungfrauen und Kontrollfreaks
 





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edit: eigentlich war's ein bloggertreffen an diesem abend. links im Bild und rechts im Bild


 





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Leere Veranstaltung nach der Live-Uebertragung von der Mondfinsternis auf dem ZDF-Theaterkanal. Teure Sache, Scheiss Veranstaltung. Hab dann fuer den Eintritt kostenlos Kuche gegessen. Bauchschmerzen.


 





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was ich gerade esse. lecker, aber ich war erstaunt wie lange 15min. Backzeit dauern, wenn man w??hrend dessen Dinge checkt: Kontostand, Referrers, Mails und RSS-Reader - dauert ja alles doch weniger Zeit, als man so denken dachte.


 




Komme gerade von der Arbeit und vom Vergessen danach und man findet in den Bars immer einen Verbündeten, der einen irgendwie versteht und aber eigentlich doch nicht, weil seine Probleme viel lautrer sind, aber doch banaler. Und genau der Grund warum ich saufe: Ihr habt alle den Arsch offen!

Bin heute ins offene Messer gerannt worden. Noch ohne Rache. Aber eben Blutiwurst auf Toast noch gegessen.

File under: Ihr Hauptschul-Arschlöcher, die mal gerade noch die Fachhochschule studiert, wenn überhhaupt irgendwas - ausser Gastro - und euch doch aber in euren dailiy-jobs so sehr aufreibt, dass es keinen Plan gibt, wo es eigentlich langgehen könnte. Fuckers! Echt jetzte.
 






Bin heute frustrierter Katzenvideo-Blogger. Mehr nicht. Heute ist so ein Tag, wo der Chef kommt und möchte, dass ich seine Anschreiben vorformuliere. Soll er bitte selber machen.
 





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Gestern vom Eingang des Bildwerferraums vom Kino im Haus Ungarn am Alexanderplatz. Ich fand einfach nur die Lichter so nett. Hinter jedem der Fenster eine liebe Seele, oder auch ein goldenes Herz, dass auch Träume und Wünsche hat, die vielleicht nie in Erfüllung gehen werden.

*seufz*


 





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Feuer im Finanzamt Berlin-Kreuzberg. Schon seit einiger Zeit jetzt und es rücken momentan noch mehr Löschzüge an, die aber irgendwie doch nicht eingesetzt werden. Akten kokeln.

(Nur so, weil ich hier gerade sitze... Citizen Journalism halt)


 




Ich für meinen Teil bin ja dieses Jahr schon vor der Oscar-Verleihung eingeschlafen (während "Zurück in die Zukunft - Teil III"). Irgendwie habe ich es im Halbschlaf aber dann wohl doch geschafft, noch umzuschalten und habe also von der Oscar-Verleihung geträumt. Auch schön. Bei "Das Leben der Anderen" bin ich kurz aufgeschreckt. Eben meinte der Kollege aus der Buchhaltung, "siehste - hätte es die DDR nicht gegeben, dann hättet ihr Wessis jetzt keinen Oscar gewonnen!" Heute morgen dann Rückenschmerzen vom Sofa und TV-Shopping-Geplärre (memo: mal studieren, wie man den Abschalt-Timer vom Fernseher programmiert!)

Ich weiss, es nützt nichts drüber nachzudenken. Aber warum bloggt man eigentlich live über so einen Event, der
1. eine Werbeveranstaltung des kapitalistischen Imperialismus ist?
2. Live im Fernsehen zu sehen ist.

Frage 2 kann ich beantworten: Damit schläfrige Leute wie ich trotzdem was vom Oscar mitbekommen - z.B. sehr amüsant im Spreeblick. Oder ascene hat die deutschen Oscar-Blogger gesammelt.

Frage 1 muss aber bitte noch geklärt werden.
 




Stundenlange Schulungen ohne Aufwandsentschaedigung. Lohnzahlungen verschoben weil pleite. Und bald im Zweigkino als Aushilfsvorfuehrer anfangen sollen. Das motiviert. Glanzleistungen in Planung und Leitung eines Betriebs.




 




Ich arbeite ja seit Herbst in so einem Kino, dass nicht nur Filme zeigt - alte, ganz neue und Zeug, was wenig Filmmiete kostet - sondern auch auf Event macht. Der große Saal hat eine Leinwand, wo man schnell mal eben in den Boden absenken lassen kann und dann ist da gleich dahinter eine Bühne für Konzerte und so. Und irgendwo in der Wand ist auch ein Patchfeld für Mikros und Zeug.

Jedenfalls, immer was los da in dem Kino. Wer da nicht schon alles war. Heute der Kavka - mit seinem neuen Buch, aus dem er vorgelesen und drumrum improvisiert hat. Und die üblichen Groopies waren auch da (Girlies, die gern Freundin sein wollen und andere Musikfernsehen-Affine). Hätte mir gern von oben aus dem Bildwerferraum etwas mehr von angesehen, hab nur ein wenig mitbekommen, das was ich gehört habe, war ganz lustig. Und als er übers Ego-Googlen sich ausgelassen hat und sein Sidekick kam mit, "das Internet bleibt heute draußen, das ist bei Tomte-Konzerten auch so", musste ich auch schon wieder Filmevorführen. Jedenfalls, am Ende schnappte ich eine Meinung auf, die eher behauptete, "noch ein Buch, dass die Welt nicht braucht". Jemand anderes meinte, man müsse auch nicht wirklich heute mehr allzuviel mit der Formel Alkohol+Bühne+Publikum=Lustig herum experimentieren.

Naja, egal. Lest lieber den Original-Kafka, denk ich mir mal und trink jetzt noch ein ehrliches Feierabendbier.
 




:: gesehen am 17.2.2007 in der Urania

Tschechische Republik, Slowakische Republik, 2006, 118 min - Regie: Jirí Menzel - Darsteller: Ivan Barnev, Oldrich Kaiser, Julia Jentsch



In Rückblenden erzählt der Film, entstanden nach einem Schelmenroman des tschechischen Schriftstellers Bohumil Hrabal (1914-1997), vom burlesken Aufstieg und Niedergang eines Prager Pikkolos in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Jan Dítes Aufstieg vom Aushilfskellner zum Hotelier beginnt in einer Kleinstadt nahe der tschechisch-deutschen Grenze. Hier erhält der ehrgeizige junge Mann erste Eindrücke von den Annehmlichkeiten eines Lebens im Wohlstand. Hier macht er auch seine ersten sexuellen Erfahrungen. Am Ende ist es Eifersucht, die ihn aus seiner böhmischen Kleinstadt vertreibt. Als er daraufhin eine Stellung in einem Luxushotel in der Nähe Prags erhält, begegnet ihm dort die Crème de la Crème der tschechischen Gesellschaft der 30er Jahre. Ihr aufwändiger Lebensstil stachelt seinen Ehrgeiz nur an. Bald wechselt er an ein neues, elegantes Hotel in der Prager Innenstadt. Zu dessen Gästen zählt unter anderem der Kaiser von Abessinien, von dem Jan für seine Dienste sogar einen Orden erhält. Mit dem Münchner Abkommen scheint sich sein Glück jedoch zu wenden: Denn Jan liebt die junge sudentendeutsche Aktivistin Lisa - auf einmal steht er auf der falschen Seite. Als aber die Deutschen das Land besetzen, macht Jan eine umso steilere Karriere: Nachdem er seine "arische" Abstammung nachgewiesen hat, heiratet er Lisa und tritt in deutsche Dienste. Binnen kurzem findet er sich in einem der "Lebensborn"-Heime der SS wieder, in denen Heinrich Himmler eine "arische Herrenrasse" züchten will. Bald schon scheint seinem Wunsch, ein eigenes Hotel zu besitzen, nichts mehr im Wege zu stehen.

>>> mehr Berlinale


 




:: gesehen am 17.2.2007 im CineStar7

Deutschland, 2006, 84 min - Regie: Uli M. Schueppel



Dokumentation über sechs MusikerInnen aus dem Berliner Singer-Songwriter-Underground. Ein Porträt einiger Protagonisten dieser Szene und eine Auseinandersetzung mit dem Mythos Berlin. Elisabeth Wood (Fancie), Einar Stenseng, Kat Frankie, Josepha und Philip Conrad (Crazy for Jane), Tommy Simatupang und Nathan Vanderpool sind in Berlin gestrandet. Sie stammen aus den USA, Norwegen, Holland, England und Australien und leben jetzt hier. Der Filmemacher Uli M. Schueppel ließ sich von den Musikern ihren ganz persönlichen Ort in Berlin zeigen und bat sie, jeweils einen Song über die Stadt zu schreiben, in der sie im Augenblick leben. Ihre Reflektionen und Projektionen über Berlin und favorisierte Stadtteile wie Kreuzberg fließen zusammen mit dem Entstehen der Songs, den Aufnahmen im Studio und der Vorbereitung eines gemeinsamen Konzerts im "WestGermany".

Bißchen TV-artig gemacht, aber hatte einige gute Monente und einige Momente, wo sich der "Mythos Berlin" dann manchmal im eher touristischen Blick der Musiker auf die Stadt erschöpft.

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:: gesehen am 17.2.2007 im CineStar8

USA, 2007, 95 min - Regie: Babette Mangolte



Der Film zeigt Marina Abramović beim Nachstellen von Performancearbeiten aus den sechziger und siebziger Jahren
von Bruce Nauman, Vito Acconci, Valie Export, Gina Pane, Joseph Beuys und ihr selbst. Sie interpretiert diese Arbeiten wie Musikpartituren. Der Film ist eine Reflexion über Performance- und Körperkunst und zeichnet die körperliche Fragilität, Vielseitigkeit, Zähigkeit und uneingeschränkte Belastbarkeit nach, die in den Arbeiten von Marina Abramović zu sehen ist. Aus filmischer Sicht, was Inszenierung und Kamerarbeit etc. angeht, nicht besonders erwähnenswert, dadurch aber gut, weil die Performances umso stärker im Vordergrund stehen und die Beobachtung der Performances nicht durch filmische Überinszenierungen abgelenkt werden.

Der Film SEVEN EASY PIECES BY MARINA ABRAMOVIC beschäftigt sich mit dem Körper in der Performance und damit, wie tief er die Zuschauer berührt, die an der transzendentalen Erfahrung teilhaben, die den Haupteffekt dieser Darbietung ausmacht. Feierlichkeit und Nachdenklichkeit sind die typischen Reaktionen auf die einwöchige
Performanceserie, die 2005 im Guggenheim Museum in New York stattgefunden hat. Die sieben Performances, die sich vom Kunstereignis zu einem sozialen Ereignis entwickelten, wurden zum Stadtgespräch, weil sie bei den Besuchern ein Gefühl der Läuterung erzeugten, ähnlich wie Gebete. Der Film versucht, die Mechanismen dieses transzendentalen Erlebnisses zu enthüllen, indem er nur den Körper der Performerin zeigt, der die Ereignisse lebt, die in jedes Stück eingeschrieben sind, mit Details, die die Zerbrechlichkeit, Vielseitigkeit, Zähigkeit und unendliche Belastbarkeit dieses Körpers nachzeichnen. Faszination ist eine Reaktion auf die Erkenntnis, wie sehr sich der exponierte Körper von Marina Abramović verwandelt – als Folge der strikten Disziplin, jeden Tag für sieben Stunden ausgestellt zu sein, ohne Beschränkung oder Grenzen. Der unbarmherzige Lauf der Zeit wird jeden Tag durch die Akustik des Gebäudes aufgezeigt, durch die Wellen von Besuchermassen, die wie ein Meer anrollen und die Unerschütterlichkeit der Performerin in respektvoller Stille bestaunen. Dass von der Performerin von Stück zu Stück jeweils so unterschiedliche Formen der Disziplinierung abverlangt wurden, ist eines der Geheimnisse dieser Performance. Außerdem ist zu sehen, wie das aufmerksame Publikum an der Kunst teilhat und zur Ästhetik von Marina beiträgt. Es ist, als hätte ein klösterlicher Impuls die mystischen unter uns Zuschauern angezogen. Der Film, der sich auf die minutenweisen Veränderungen und Belastungen von Marina während der sieben Stunden, die jedes
Stück dauert, konzentriert, erforscht systematisch einen Körper ohne Grenzen und vermittelt einen Eindruck davon, wie viel Anteilnahme Körperkunst hervorruft.
Der Film folgt dem Verlauf der einwöchigen Veranstaltung, von ‘Body Pressure‘, Publikumsbeteiligung und Konfrontation in den ersten drei Stücken bis hin zum Zeremoniellen, das in den letzten vier Stücken von Marina Abramović angelegt wurde. Erst im Nachhinein wird der Filmzuschauer begreifen können, wie sehr das Konzept des
Projekts uns eine Ästhetik nahebringt, die physische Erfahrung über Vernunft stellt, das Prozesshafte über die Ikonografie und die Kraft der Anteilnahme durch das Publikum über eine passive Zuschauerschaft.
(Babette Mangolte, Februar 2006)

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:: gesehen am 16.2.2007 im CineStar8

Deutschland, 2007, 87 min - Regie: Philip Scheffner



Sehr interessante Doku über auf Schellackplatten archivierte Stimmen von Kolonialsoldaten aus dem ersten Weltkrieg, die im Gefangenenlager Wünsdorf bei Berlin in Allianz von Militär, Wissenschaft und Unterhaltungsindustrie aufgenommen wurden. Der Film ist eine experimentelle Spurensuche. Ausgehend vom Tonarchiv, versucht der Filmemacher die Identitäten der Stimmen herauszufinden. Wer waren diese indischen Kriegsgefangenen? Wie fühlten sie sich als Söldner in einem Krieg, der nicht ihrer war? Es ist ein Gedächtnispuzzle, das bis zum Ende unvollständig bleibt. Spiralförmig schrauben sich die Worte seiner Protagonisten ineinander. Diejenigen, die den Aufnahmeknopf drückten an ihren Phonographen, an ihren Foto- und Filmkameras, haben die offizielle Geschichte geschrieben. Die Gefangenen aus dem „Halbmondlager“ sind aus dieser Geschichte verschwunden. Ihre Geister aber scheinen mit dem Filmemacher zu spielen, ihm aufzulauern.

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:: gesehen am 16.2.07 im Cinemaxx7

Brasilien, Deutschland, 2007, 92 min - Regie: Paulo Caldas -
Darsteller: Nash Laila, Peter Ketnath, Hermila Guedes



Die 16-jährige Jéssica lebt mit Mutter und Stiefvater in einem kleinen Dorf. Doch von Familienidyll keine Spur. Jéssica wird vom Stiefvater vergewaltigt und die Mutter drängt darauf, das Verbechen nicht anzuzeigen. Mit einem Mal ist Jéssicas kindliche Welt zerstört. Wie viele Mädchen mit ähnlicher Geschichte beginnt auch Jéssica, sich zu prostituieren. Erst steht sie auf einem Straßenstrich in der Nähe, dann nimmt sie ein Lastwagenfahrer mit nach Recife. Zwischen Nachtclubs, bezahltem Sex mit Touristen und dem Meer beginnt hier Jéssicas neues Leben. Nach getaner Arbeit in der Amazonas Bar kehrt sie jeden Morgen zurück in das heruntergekommene Appartement von einer alten Hure, die von den exorbitanten Mieten lebt, die sie jungen Kolleginnen für ein armseliges Zimmer abknöpft. Jéssica Traum, einen Mann zu finden, mit dem sie eine romantische Liebe erleben kann, scheint in Erfüllung zu gehen, als sie einem langhaarigem, blonden Deutschen begegnet, mit dem sie von einem Leben in Wohlstand in einem winterlich kalten Land träumt. Doch denkste – im Prenz’lberger Loft angekommen ist die Welt auch nicht besser.

Okay inszeniert, aber vorhersehbare Story. Tut sich ein bißchen zum Sozialkitsch aufplustern.

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:: gesehen am 16.2.07 im CineStar7

Frankreich, 2006, 74 min - Regie: Olivier Meyrou



Doku über Yves Saint Laurent, der sich 2002 aus dem Modegeschäft zurückzog. Der Film zeichnet die letzten zwei Jahre in der Karriere dieses Modeschöpfers. Ich kenn mich in Mode nicht so aus und mir ist das zelebrieren von irgendwelche Modegenies ziemlich egal und wirklich dicht kommt der Film an die Person Yves Saint Laurent auch nicht ran. Trotzdem: einige Einblicke in die Mechanismen der Modewelt, in die Strukturen einer nahezu höfischen Gesellschaft.

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:: gesehen am 14.2.2007 im CineStar3

Tschechische Republik, 2006, 95 min - Regie: David Ondricek - Darsteller: Marek Taclík, Klara Issa, Jaroslav Plesl, Jaromír Dulava, Dita Zabranska



Ein futuristisches Grandhotel das auf dem Berg Jested in den Himmel ragt, hoch über Liberec gelegen, dem ehemaligen Reichenberg im nördlichen Böhmen, im Dreiländereck zwischen Tschechien, Deutschland und Polen [Das nur so genau, um es sich zu merken, für etwaige Hochzeitsfeiern oder gleichwertige Jubiläen]. Einer, der schon seit Jahren ganz oben in der Spitze des Hotels lebt ist Fleischman: Der Hausmeister des berühmten Hotels ist ein begeisterter Amateurmeteorologe und möchte darum dem Himmel so nahe wie möglich sein. Dreimal am Tag misst er die Temperatur, und die vorüberziehenden Wolken symbolisieren für ihn die Freiheit. Eigentlich träumt Fleischman davon, ein Vogel zu sein und alles hinter sich zu lassen - Liberec, das er in seinem Leben noch niemals verlassen hat; das Hotel, in dem er doch nur als Prügelknabe dient; sein ganzes erfolgloses Leben. Ein Verrückter würde sich an seiner Stelle Flügel bauen, aber Fleischman ist kein Verrückter - er näht sich einen Ballon. Längst hätte er in ihm das Weite gesucht, wäre nicht eines Tages Ilja aufgetaucht. Das schüchterne Zimmermädchen lenkt seine Gedanken zurück auf die Erde. Doch Ilja ist nicht frei, sondern führt eine unglückliche Beziehung mit Patka, einem arroganten Kellner. Und Patka denkt gar nicht daran, sie so einfach ziehen zu lassen, auch wenn sie sich zu Fleischman hingezogen fühlt.

Es geht um die Liebe und um unerfüllte Träume, um die Sehnsucht, die Zwänge des eigenen Daseins zu überwinden. Schöne, runde Sache, nie langweilig erzählt. Die Magie eines seltsamen Ortes, hoch über den Wolken – fast eine Raumstation.

http://www.grandhotel-film.cz/

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:: gesehen am 14.2.2007 im CineStar8

USA, Japan, 2007, 120 min - Regie: Kazuhiro Soda



Unter dem strengen Blick der regierenden Liberaldemokratischen Partei Japans kandidiert der politisch unerfahrene Yamauchi Kazuhiko für einen Sitz im Parlament der Industriestadt Kawasaki. Sein Studienfreund, der Filmregisseur Soda Kazuhiro, hat den Wahlkampf mit der Kamera begleitet. Yamauchis spontaner, nicht ausreichend vorbereiteter Wahlkampf ist eine Tour de force, die an die Grenzen der Belastbarkeit führt. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend baut er sich mit Plakaten, Megafon und Schärpe bewaffnet vor Supermärkten, in Wohnstraßen und auf Bahnhofsvorplätzen auf, um potenzielle Wähler von einem Programm zu überzeugen, das ihm von anderen eingebläut wurde. Schwerer noch wiegen der enorme Druck, den die Partei ausübt, und die finanzielle Belastung, die auch die private Existenz in Frage stellt. Nach der Methode des Direct cinema gedreht, argumentiert der Film nicht politisch, sondern lässt sich Zeit für Beobachtungen, auf der Straße, im Hotelzimmer, in Wahlkampfbüros, auf Autofahrten. Einen beängstigenden Eindruck von der Bevormundung durch die allmächtige Partei gibt die absurde Diskussion darüber, ob die Frau des Kandidaten sich "tsuma" (Ehefrau) nennen darf oder besser als "kanai" (Hausfrau) vermarktet wird.

Das schöne an der Gattung Wahlkampfdoku ist, finde ich, dass sie eigentlich alle gleich sind und man trotzdem nach der Magie von Politik sucht, trotzdem versucht zu verstehen, was Politiker eigentlich antreibt, diesen Job zu machen. In dieser Doku ist der Protagonist herrlich unbedarft und Spielball seiner selbst.

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Richtig neu, aus Laden mit so unnötigen Dingen wie 5 Jahren Rahmenbruchgarantie (das erste und einzige mal, als ich einen Rahmenbruch hatte war, als ich mit dem Kinderfahrrad meiner jüngeren Schwester über die Klippen von Helgoland gesprungen bin...) und einigem anderen Schnickschnack. Seit 20 Jahren nur Klapper- und Liebhaberräder gehabt. Jetzt dann mal ein Buchhalter-Cityradbike "Fantasy" mit optionaler Erweiterungsmöglichkeit für Kinderanhänger.

Nicht ganz sicher, ob das so gute Idee war. Aber schnell ist's. Obacht ihr Baustellen, ich bin wieder bewaffnet!

Als ich mein letzte Fahrrad besorgt hatte, war es Mai 2004. Das musste zwischendurch aber noch umgerüstet werden mit Ersatzschrott vom Flohmarkt, wegen, ach... lange Geschichte. Unfälle und so...
 






TRISTESSE DELUXE

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