Schwitzen ist, wenn Muskel weinen. (Horst Evers gibt es auch als Podcast)
 




Abhöranlage Teufelsberg

# Spaziergang mit _jrg zur alten Spionageanlage Teufelsberg. Dort: Atomare Stimmexperimente, entfesselter Hexentdokumentarfilm und Polar-Abenteuerspielplatz. Der Berg verkündet eine alte Erkenntniss: Suche dir weniger als 10 Gebote, nenne sie Kernthesen, leite daraus 3 oder 4 Identitäts-Tags ab und gehe als Prophet deiner Selbst in die Welt hinab.

# Bratwurst, Kartoffelsalat, Sauerkraut. Zum Nachtisch Streit und Bockmist. Homepage-Gebastel in der Nacht.

# Vom Funken zum Pixel angeschaut. Medienkunst ist immer so schön gefällig. Medienkünstler müsste man sein.

Dort zeigten sich:

Romy Achituv (Israel): BeNowHere Interactive, 1997
Gregory Barsamian (USA): The Scream, 1998. No, Never Alone, 1998
Jean Michel Bruyère (Frankreich): Si Poteris Narrare, Licet, 2002
Jean Michel Bruyère (Frankreich): CaMg(CO3)2 (Dolomit), 2007
Du Zhenjun (China): Presumption, 2000
Dumb Type (Japan): Voyages, 2002
Brad Hwang (Korea/Deutschland): Time May Change Me / I Can’t Change Time, 2007
KAI (Deutschland): Feuerkasten, 1991/2007
Ulf Langheinrich (Deutschland/Österreich): Hemisphere, 2006–2007
Dirk Lüsebrink / Joachim Sauter (Art+Com) (Deutschland): Invisible Shape of Things Past, 1996/2007 (Premiere der im Gropiusbau gezeigten Version)
Marie Maquaire (Frankreich), Tentative d’épuisement d’un lieu, Berlin, 2003
Thomas McIntosh (Kanada): Ondulation, 2002
David Moises (Österreich): Hanoscope, 2002
Nam June Paik (Korea/USA): Candle TV, 1975
Christian Partos (Schweden): Visp, 2000. Striptease, 1998. M.O.M, 2003.
Erwin Redl (Österreich/USA): FLOW Berlin, 2007
Jeffrey Shaw (Australien) / Sarah Kenderdine (Neuseeland): PLACE-Hampi, 2006
Pierrick Sorin (Frankreich): Quelques inventions remarquables, 2003
Shiro Takatani (Japan): Chrono, 2007
Shiro Takatani (Japan): Camera Lucida, 2005
Saburo Teshigawara (Japan): Light Behind Light, 2004


Vom Funken zum Pixel @ Martin Gropius Bau Berlin Abhöranlage Teufelsberg Abhöranlage Teufelsberg
 




Die Prophezeiungen von Celestine



Der letzte Film, den ich auf Kinoarbeit gesehen habe am 30.12.07. Letzte Schicht, schnell noch ein Bier zum Mitarbeiterpreis und kostenlosen New-Age-Film. Interesse daran hatte ich, weil sich mehrfach Zuschauer beschwert hatten und das Kino verlassen haben, weil dieser Film vollkommen nicht ihren Erwartungen entsprochen hätte. Ich selbst hatte vorab nur äußerst miese Synchrondialoge mitbekommen und Bildwelten, die denen des "Wachturms" glichen.

Der Film ist eine US-amerikanische Verfilmung des Buchs "Die Prophezeiungen von Celestine", das in 1995 und 1996 die Nr. 1 der amerikanischen Bücher auf der weltweiten Bestseller-Liste war. James und Salle Redfield haben ihr Buch selber vermarktet, der Film nun wurde ebenfalls von den Redfields selbst produziert.

Zum Inhalt:
John Woodson hat einen Scheideweg in seinem Leben erreicht. Nachdem er seine Stelle als Geschichtslehrer am lokalen Gymnasium verloren hat, sieht er einer unsicheren Zukunft entgegen. Desillusioniert und zeitweilig orientierungslos steht er vor einer dramatischen und einschneidenden Entwicklung in seinem Leben.

John erhält einen Anruf von einer alten Freundin (Charlene), einer Journalistin, die sich gerade zu einem kurzen Zwischenstop auf dem Weg nach Peru in der Stadt aufhält, wo sie eine Geschichte verfolgt. Bei einem gemeinsamen Abendessen erzählt sie ihm, dass sie nicht aufhören konnte an ihn zu denken während sie sich zu Besuch an einem wunderschönen Retreat namens Viciente aufhielt. In dieser Anlage war eine engagierte Gruppe von Leuten mit dem Studium einer bestimmten Anzahl antiker Manuskripte beschäftigt. Dort hatte sie einen Priester namens Vater Jose getroffen der ihr mitteilte, dass diese Schriften eine Prophezeiung enthielten, die vor Christi Geburt niedergeschrieben wurde. Die Schriften bestünden aus 9 Erkenntnissen, vorhersehend dass es eine Zeit geben würde, in welcher die Gewalttätigkeit und Unrast in der Welt zu einem neuen Erwachen führt. Dieses Erwachen würde aus allen religiösen Traditionen kommen und zu mehr Menschlichkeit und tieferer Spiritualität führen. Es würde eine Umorientierung in den Kulturen und Menschen des 21. Jahrhunderts bewirken. Und diese Zeit wäre JETZT. Charlene erzählt ihm weiter, dass sie aus irgendeinem Grund das Gefühl hat, dass er nach Peru gehen sollte, um sich selber davon zu überzeugen.
(www.celestinederfilm.de)

Es folgt eine Erlösungs-Story, die schön seichtes Zusammengeklittere von Weltreligionen, New-Age Ideologie, Meditation und ziemlich paradiesisch-kitschigen Bildwelten ist. Dazu auf der Tonebene alles zugepappt mit esoterischer Entspannungsmusik. Kurz: der Stoff aus dem Sekten gemacht sind. Ich bin ja durchaus Freund des sonderlichen Films, einen solchen Trash von der anderen Seite ist mir aber noch nicht untergekommen. Aber gut, jeder was er will. Der Handlung war äußerst leicht zu folgen, die Filmsprache lullte mich ein - genug Hirnkapazitäten also frei, um die letzten 13 Monate meiner Arbeit in diesem Kino noch mal Revue passieren zu lassen. Und in gewisser Weise hat mir der Film damit auch geholfen, mit dem Job als Filmvorführer abzuschließen.

Didi, der Doppelgänger

Deutschland 1983



Bevor es losging in den Silvesterabend kam Didi, der Doppelgänger irgendwo im Fernsehen. Den Film hatte ich als Kind sogar im Kino gesehen. Fand ich super, damals. Besonders die Sequenz am Ende, mit der Verfolgungsjagd BMX-Rad (Didi) vs. Citroen (Gansgter). Retrospektiv aber ziemlich albern und doch sehr verwunderlich, wie sich so der eigene Filmgeschmack ändert über die Jahre.

Die Wurzeln des Himmels

The Roots of Heaven, USA 1958, Regie: John Huston



Erster Film im neuen Jahr. Am 1.1.08 auf arte:
Es ist ein einsamer Kampf, dem sich Fanatiker Morel (Trevor Howard) verschrieben hat: Der Tierschützer will die Ausrottung der afrikanischen Elefanten durch Wilderer verhindern. Hilfe erhält er nur durch die Hure Minna (Juliette Gréco) und den Säufer Forsythe (Errol Flynn). Ein Reporter (Orson Welles) sorgt zwar für größere Aufmerksamkeit, aber ständig werden Morels Mühen torpediert…
War mit ganz vielen tollen Elefanten. Und irgendwie hat mich das an meine Eltern erinnert. Bin aber immer eingedöst.

keinOHRhase



Gesehen am 3.1.08 im Filmpalast. War lustig. Leicht bekömmlich. Mit dem Schweiger und der Tschirner. Und süßen Kindern. Alles in Hochglanzästhetik, aber okay. War lustig, ich hab gelacht. Und manchmal mag man sich ja auch so schöne Werbebilder-Menschenleben ansehen. Gerade wenn es so frostig-uckelig draußen ist.

Nevada Smith (USA 1966)



Gesehen am 4.1.08 auf ARD. Mal endlich wieder ein Western, der sich gelohnt hat: Halbblut Max (Steve McQueen) ist traumatisiert. Drei Killer (u. a. Karl Malden und Martin Landau) haben seine Eltern niedergemetzelt. Der junge Hitzkopf schwört Vergeltung, ist den Mördern jedoch noch nicht gewachsen. Waffenschmied Jonas (Brian Keith) macht das Greenhorn mit dem Handwerkszeug des Rächers bekannt: Max lernt schießen, trinken und pokern. Am Ende der Ausbildung schreitet er unter dem Namen Nevada Smith zur blutigen Tat.
Die Bastardisierung eines jungen Mannes. Und wenn ein Western an Asphalt Cowboys erinnert, kann er gar nicht schlecht sein. Auch interessant beiläufigen die Ausführungen über die Schwierigkeiten der Pferdedressur von der Expertin neben mir.


 




Ich bin ja noch auf der Suche nach einem okay Blogeditor f??r Mac. Jetzt heute mal MarsEdit.

Erstmal die Sachen mit den Umlauten: ?????? - hei??t es heute eigentlich Stra??e oder Strasse?

Music Lovin' Cat

Daf??r kann man direkt bei flickr hochgeladene Bilder durchbrowsen und einbinden. Cool! Es gibt eine Rechtschreibpr??fung f??r Deutsch on the run. Hammer! Einf??gen von Kategorien, Tags f??r Technoratie und so'n Kram noch alles. Korrigieren von bereits geposteten Eintr??gen, Integrationsm??glichkeit mit BBedit oder anderen HTML-Editoren f??r Mac. Ver??nderung des Blogpost-Datums.

ich zitiere mich mal
ich  mach mal was perforiert, oder was das sein soll?
Mir gef??llts. Allerdings nur 30 Tage Probeversion, dann wohl so Kostenpunkt US$29.95. Aber hey!

PS: Ich glaube, das mit den Umlauten liegt vielleicht an der API von blogger.de?
 




Bin den ersten Tag im neuen Jahr wieder im Büro. E-Mails abarbeiten, Pläne schmieden, Zeitgeistsetting. Dabei bin ich gerade auf die französische Kurzfilmplattform 6nema - Place aux Courts Métrages gestoßen, weil ein Filmemacher mich auf sein Werk aufmerksam machen wollte (Final Sentence). Für cinéphile Leute, die französische Filmdialoge nicht abschreckend finden und Kurzfilme an sich mögen scheint's 'ne ganz nette Sache zu sein. Vor allem, weil das allgemein bekannte und inzwischen nervende Amateurvideorauschen von youtube & co. auf dieser Plattform außen vor bleibt. Aber soweit ich das mit meinem brüchigem Französisch richtig verstanden habe, bekommen die Filmemacher keinen hellen Franken zu sehen. Das wiederum nicht so nett.
 




Man will sich noch nicht erden. Heute damit verbracht, das Internet wieder zusammen zu löten.

Vielleicht schreib ich morgen mal was.
 





Photo uploaded by tristessedeluxe.


 




Dies ist ein Test, einen Blogeintrag zu schreiben mit dem Tool http://www.qumana.com . Ich hatte früher mal eins, das ging aber nur auf dem PC. Seit dem Mac bin ich ja sowieso viel glücklicher und brauch eigentlich keinen offline Blogeditor. So ganz froh macht mich mich das gerade hier auch nicht, das Dingesn. Links einfügen, klar, aber warum kein Linktext dazu?

Lustige andere Schrifttypen, kursiv, fett, und so Sachen wie Größenveränderungen gehen ganz leicht, wie man das gewöhnt ist - nur eben nicht vom Editor bei blogger.de-Blogs.

Bei der Gelegenheit kann ich ja auch noch auf ein Video hinweisen, dass mich gestern laut hat lachen lassen. Thees erzähl die Stromkastengeschichte aus seiner Jugend hier aufgenommen im "Blue Shell" in Köln. (http://croc.antville.org/)



Ich zitiere mal was:

Ich mach das, weil ich es kann.

Bilder kann man auch einbinden. Und Textfarben, nein? Na vielleicht dann in der Version 3.0.1.

(hier fahre ich die Leinwand im Kino runter, für den heutigen Bühnenauftritt von Fil...)

Nun gut, genug getestet. Mal sehen, ob das posten klappt. Gewöhnungsbedürftig das ist es allemal. Und Rechtschreibprüfung für Deutsch hat's auch nicht. Das waär das Wichtigste für so einen Blog-Editor! Ach ja - wichtig: es geht offline ohne Internet, kann man alles schön speichern und später hochladen. Soll ja Situationen geben, wo das der Fall ist. Oldschool, Digger!

Jetzt aber auf zur nächsten Stromkasten-Bar. Bis dannimanski.

PS: Knopf für Kategorien nicht gefunden. Mist das. Da gibt's doch bestimmt auch noch bessere Ware für OSX?

PS2: Hoppla! Uploaden geht auch nicht. Uploaden ginge, wenn man "Wordpress" in den Einstellungen angibt, trotzdem ohne Umlaute. Mistware, dann poste ich das halt per copy&paste raus. Qumana ist's für mich also nicht.

Powered by Qumana, but failed the test :(


 






When the legend becomes fact, PRINT THE LEGEND! Halbstündige HBO-Comedy "Assume the Position" mit Robert Wuhl. Und hier noch ein Interview mit Mr.Wuhl.

[Im Vakuum der Jahreswende mal wieder Zeit für zielloses Surfen...]
 





(Cartoon von Dave Walker)

Offline for Holidays. Da wo ich hinfahre, hat es nicht mal ISDN.
Aber mein Twitter wird wohl mobil gehen, obwohl hier und da natürlich Funkloch. Weisst bescheid. Frohes Fest allerseits.
 




Ist Gender eigentlich auch ein astrologischer Faktor? Wegen Jahreshoroskop von "elle"...
 





Photo uploaded by tristessedeluxe.

Da ich ja nur noch 3 Schichten auf Kinoarbeit vor mir habe, jedenfalls da in dem Kino seit 13 Monaten, habe ich mir mal erlaubt, ein paar Erinnerungsbilder von dem nun vakanten Arbeitsplatz zu machen, die man sich, wenn es denn interessiert, hier als Slideshow ansehen kann. Oder hier ohne Show. Da waren auch noch mehr Fotos auf dem Speicher, die hab ich dann mal auch gleich online gemacht. Nichts Wichtges, mal was mit der Katze, mal den beneidenswert spartansichen Arbeitsplatz von mspro.

Schluss mit Kinoarbeit. Jeden Tag gewinne ich mehr Abstand zu dem Job. Geht superschnell. War gute Entscheidung da nicht mehr mitspielen zu wollen. Nur man vergisst so schnell. Eben vorhin schöne, ruhige Schicht, mit netten Abschiedsgesprächen. Fast schon wieder schade. Ach sei's drum, es hat genervt.


 





Photo uploaded by tristessedeluxe.

Waren ja da neulich auf dieser Nokia Club Nacht Sache da im Tape Club und da haben als letztes New Judas aufgelegt. Die waren gut. Also richtig.

Gar nicht so gut gelöst war das mit der "Future High Tech Music meets Mobile Game Culture!" und der "innovativen Inszenierung aus Musik und Multimedia Art". Davon hab ich nichts gesehen. War halt Club. Sehr gemischtes Publikum. Viele Touristen, junge Easyjet-Sauftour-Engländer auch, oder vielleicht kamen die auch aus Chemnitz, weiss nicht. Aber egal. Über Gästeliste so reingekommen. Bier 3,- Euro.

Sonst war da noch als Vorband David Gilmore Girls, nicht so mein Ding, und als Headliner Who Made Who, die waren eigentlich auch gut. Routiniert gut. Aber geradeaus.

Wenig Schlaf danach.


 




... sind superprima! Hier rätseln die über mich. Würd mich mal interessieren, wie ich zu der Ehre gelangt bin.

Wie grüßen sich eigentlich Gamer untereinander? Allzeit gut Schuss?
 






Heute in der Inbox. Hübsch, mit dem röhrendem Hirsch. Und so weihnachtliche Farben.

Wer behauptet, schon seit Montag alle Weihnachtsgeschenke zusammen zu haben, lügt!
 




:::: gesehen am Sonntagabend auf pro7

USA 2003 - Regie: Andrzej Bartkowiak - mit: Jet Li, DMX, Mark Dacascos, u.a.



Etwa so wie da auf dem Bild oben hat für mich heute die letzte Woche vor Weihnachten angefangen. Rank und schlank in der Mitte stehend von muskelbepackten Problemen angegriffen. Im Büro der übliche Montagskram und die Praktikantin saß umständlich an meinem Rechner, obwohl genug Praktikantinnenrechner frei waren. Am Wochenende war Blogckseminar "Geburt und wie bedient man das Baby in den ersten 6 Monaten". Sehr aufschlussreich, aber auch sehr konkret. So konkret, dass die Dinge, die vor Weihnachten noch zu erledigen sein müssten, leider nicht weniger, sonder mehr werden. Zu der saisonalen Frage nach den Geschenken, und wann man die jetzt noch besorgen kann, kommt das mit dem auslaufenden Vertrag auf Kinoarbeit hinzu. Die letzten Tage ein ständiges Hin- und Her mit dem Gedanken, die Beschäftigung in dem Mistladen nicht weiter zu verlängern (trotz freundlicher Bitte vor einer Woche liegt immer noch keinem der Vorführer eine Vertragsverlängerung ab 1.1.08 vor). Nur eine der Unfähigkeiten der Geschäftsleitung, die in 3 Tagen bis Mitte Januar in Urlaub geht.

Mit dem Babykurs ist aber die Erkenntnis deutlich gewachsen, dass ich mehr Zeit brauch, um den ganzen Spaß da mit den Windeln, dem Geschrei und so voll auskosten zu können. Gut, man braucht wohl auch Geld, aber die paar Euro zusätzlich lassen sich vielleicht bei Dussmann leichter verdienen. Oder gar in einem richtigen Job? Also, Entscheidung war klar: Zeit gewinnen für Baby und Suche nach richtigem Job.

Das heißt aber auch: vor Silvester mal noch mal beim Arbeitsamt vorbeischauen. Muss sich ja lohnen, da im Kino auf Lohnsteuerkarte, kann man ja eventuell mal 2-3 Monate jetzt rund um den Babytermin frei machen, zwar bissle im richtigen Job arbeiten, aber halt Staatsknete... Fand's ne gute Idee, doch braucht man da ja einen Personalausweis. Auch später dann wegen Geburtsurkunde vom Baby und Sorgerecht und das Zeug. Ohne Perso kein Vater. Morgen also noch ins Rathaus schauen. Brauch man wohl auch aktuelle Passfotos für, und wo bekomme ich eine beglaubigte Geburtsurkunde von mir schnell noch her (denn Pass ist halt ja auch keiner da von mir). Und wo wir ja mit dem Auto über Weihnachten wegfahren wollen, wär’s eigentlich ja auch gut, den nicht vorhandenen Führerschein neu zu beantragen.

Der Liebsten mit dem dicken Bauch habe ich versprochen jetzt immer vormittags den Pferdestall auszumisten. Ab diese Woche. Frische Landluft am Morgen, hmmm, besinnliche Zeit.

Und was kostet die Babywelt? Zum Beispiel eine Kommode. Das Zeug von IKEA taucht nix, da will keiner ernsthaft ein Kind drauflegen. Das wackelt alles. Nachnamen der Mutter oder des Vaters? Stoffwindeln oder Pampers? Ökobilanz eines Babys. Überhaupt welcher Vorname!

Naja. In all dem Gewirr im Kopf bin ich vorm Fernseher eingeschlafen und zu dem Film hier Born 2 Die wieder aufgewacht. Schöne Klammer eigentlich der Titel für all die Dinge die mich da gerade im ungefähren Bereich zwischen Geburt und Tod beschäftigen. Egal. Angesichts einer solchen Kopflast ist der Inhalt des Film nicht der Rede Wert: Hochprozentige Drinks, extra dunkle Sonnenbrillen, ausgepolsterte Miezen und große Patronen. Kleingangster rauben einen Safe aus und bekommen schwarze Diamanten in die Hände, die jedoch eine in Taiwan entwickelte neue Waffentechnologie sind: harmlos-transportables, waffenfähiges Uran. Klar: die kleinen Gangstern im Fadenkreuz von Geheimdienst, Terroristengangstern und internationalen Waffenhändlern in Designeranzügen... Kann ja nicht gut gehen, kommt auch noch die Komponente "Familie" mit rein, die Tochter des Ober-Kleingangsters wird als Druckmittel entführt. Aber ach, spannend eher nur die Actionsequenzen (kann man gut bei nachdenken). Wo die Action Pause macht, röchelt der Film vor sich hin.

Jetzt aber schnell noch weiter Weihnachtsgeschenke downloaden.


 






Wo kuckt ihr denn alle hin? Mir ist bislang nur ihr dünner Bauch aufgefallen.

Hier übrigens noch ein schrecklich interessantes Bild mit Scarlett und Bob.
 




Und nicht, dass es wieder heisst, der tristessedeluxe würde immer hämisch über Filme anderer Leute herziehen, aber selber nichts Konstruktives zu dieser Welt beitragen, möchte ich auch mal was durchaus Gelungenes hervorheben. Heute war ich mit jemandem frühstücken, der hat mich auf diesen feinen Werbefilm aufmerksam gemacht. Sehr schöne Sache.
 





Teaser Supposed to Watch first VDREY. and HAPPY MA… - MyVideo

Nur zur Verdeutlichung, wie interessant meine berufliche Tätigkeit ist, hier mal eine Arbeit, die ich aus den Mails fischen konnte. Nicht gerade eine Perle der Filmkunst, aber urteilt selbst. Über 3 Minuten langer Teaser zu einem Kurzfilm. Geht um Erotik, Fetischismus und ist eher der Gattung Performancekunst zuzuordnen. Aber sowas von Retro!

Achtung: Eventuell nicht bürotauglich. Ist relativ. Kommt auf's Büro drauf an.
PS: wer war denn hier auf arbeitsrecht.de?
 




Ganz neu und noch ganz nass hinter den Ohren. Aber wenn es denn funktioniert (und ich online bin), findet sich bei Ihnen unten rechts am Browser-Rand so ein kleiner Balken. Dahinter verbirgt sich eine Instant Messanger Funktionalität, mit der man es wagen darf, mich zu nerven freundlich anzusprechen - wenn ich online bin. Es ist keine Shoutbox, es ist kein Multi-User-Chatraum. Nur Sie und ich.

Der Dienst wird angeboten von hab.la.

Und hier noch ein merkwürdiger Exkurs in meine Jugend, der mir zu der Sache gerade eingefallen ist: Als ich 14 war - damals als der Privatrundfunk in Deutschland noch nicht eingeführt war - und ich meine erste Stereoanlage mit 2x150 Watt Verstärker erworben hatte, war der Plan, viel und laut Musik zu hören. Meine Eltern erwähnten mit Bedenken die Möglichkeit, mich dann bei all der lauten Musik nicht mehr aus meinem Zimmer rufen zu können, wenn Telefonate oder andere wichtige Dinge anstanden. Es wurde erwogen, eine visuelle Benachrichtigungstechnik zu installieren. Etwa in der Art einer Blinkelichtklingel. Ich hatte mir das auch gern 3-farbig passend zu meiner noch zu erstehenden Party-Lichtorgel vorgestellt. Eines Samstagvormittags war es dann soweit, die gesamte Familie konsultierte einen Elektrobastel-Laden. Der Händler hörte sich unsere Wünsche und Ausführungen an, begutachtete geduldig meine Konzeptskizzen für die Lichtklingel. Schüttelte dann aber den Kopf, schaute meine Eltern an und meinte: "Wollen sie das wirklich haben? Das mag ja ganz witzig sein, aber der Junge wird da nur die ersten Tage draufschauen, ob das Licht blinkt, dann wird das auch irgendwann nicht mehr funktionieren, oder er nimmt die Glühbirne raus. Soll er lieber die Musik leiser machen."

Und so ist das hier da mit dem Chat-Dings unten rechts auch. Wieder schön Elektro-Gebasterl hier und kuck ich jetzt immer dauernd drauf, ob jemand was von mir will. Genießen wir die Neuerungen der Technik, solange es geht. In einer Woche ist's vielleicht schon wieder weg, weil ich gerade laut Musik hören gegangen bin.
 




Der Cheffilmvorführer, dessen Aufgabe es auch ist, zwischen uns und der Geschäftsleitung zu vermitteln, schrieb eben eine kryptische E-Mail:
Es steht im BWR1 eine Box mit Ohrenstöpseln zur Eurer Verfügung. Gebrauchsanleitung ist auf dem Karton abgebildet. Gruss - D.

Sehr rätselhaft. Es ist nicht zu laut in den Bildwerferräumen. Das wird es also nicht sein. Vielleicht will er damit seiner Wut Ausdruck verleihen, dass wir weder auf ihn noch auf die Geschäftsleitung mehr hören mögen. Hihi!
 






Björk. Ist ja auch egal. Gondry. Alles schon gesehen. Trotzdem! Das mit der Ästhetik der Stricke macht schon schön Sinn. Abhängigkeit und Bindung. Kein Experiment, wie andere behaupten mögen. Ist halt nur Musikvideo, wie die früher alle so waren, zu unserer Zeit. Trotzdem schön anzusehen.

via (wo man ja sowieso viel öfter draufklicken muss, zumal ich deren Aufkleber gerade 2x neulich in der merkwürdigen Wohnzimmerbar anner Yorckstraße getroffen habe)
 




Ich mach das jetzt. Ich ruf anonym meinen blöden Kinochef an. Und sag nix. Zu den blödesten Zeiten. Einfach, weil ich es kann.
 






Eine Unternehmensberatung, deren Webseite so beginnt, ist mithin schlecht beraten. Warum eigentlich nicht die Qual der Wahl noch weiter verästeln? "Kunden bis 28 Jahre" - "Kunden bis 45" - "Kunden über 45" - "Kunden, die eigentlich nur PONG spielen wollen" - und last but not least: "Leute die nur mal schnell in einem Satz wissen wollen, was die Ex-Kommolitonin denn da jetzt eigenlich genau für wen PR macht".
 




Glückwunsch, lieber Kinochef, dass Du dich so langsam mal zusammen mit der neuen Buchhaltung mit dem Begriff "Lohnnebenkosten" beschäftigt hast. Als nächstes kommen dann die coolen Wörter "Feiertagszuschlag", "Elternzeit" und ganz wichtig: "Urlaubsgeld". Kann ja nicht immer so weiter gehen, dass Du bei dir Beschäftigten, die ihr Recht auf bezahlten Urlaub beanspruchen, den 6-Monats-Vertrag nach Ablauf nicht mehr verlängerst, oder? Jeden Monat neue Leute anlernen ist auch keine Lösung. Unsere Filmvorführer-Verträge enden übrigens fast alle am 31.12., wäre schön, mal den Entwurf eines neuen Vertrags zu sehen. Stattdessen sendest du Foyer-Funk, dass jeder, der Deine blöde Filmvorführer-Prüfung nicht macht, 50 Cent weniger Stundenlohn bekommen soll. Was war denn am Prüfungstermin Ende November? Ich war da, aber keine Prüfung! Glaubst du wirklich, eine Prüfung, ob langgediente Filmvorführer unterschiedliche Filmformate spielen können, wird die Probleme lösen? Es gibt ein russisches Sprichwort: Der Fisch beginnt am Kopf zu faulen. Die Probleme entstehen durch Fehlplanungen. Ich sag nur Belegungsplanung der Kinosääle und nicht aufeinander abgestimmte Anfangs- und Endzeiten von Filmlaufzeiten. Man hört, du befürchtest, wir Filmvorführer könnten streiken wollen. Ich kann Deine Befürchtung durchaus verstehen, nur wir brauchen lustigerweise gar keinen Streik. Deine Verträge mit uns enden am 31.12. - und wenn die nicht verlängert werden - ohne Lohnabzug und mit kündigungsfreiem Anspruch auf Urlaub - bleibt das Licht aus, Alder!

</luftablassen>

PS: Ich glaub, ich will einen anderen Job. Vielleicht auch ganz dringend mal nicht einfach der Wechsel von Frittenbude zur nächsten Frittenbuse.
 






TRISTESSE DELUXE

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