Heute wurde sich wieder beklagt, dass ich zu wenig ins Blog schreibe. Man wisse ja gar nicht, wie es mit gehe. Da hab ich mal 2 Tage was zu tun gehabt und dann sowas. Mir geht's gut, wie soll's auch anders sein. Klickt auf die Links, da war ich die letzen Tage auch:
Nach dem nicht so erfreulichen Seminar heute, bringt ix das Dillema für mich auf den Punkt: "wenn man in sosse schwimmt ist es nicht das klügste zu behaupten in sosse zu schwimmen sei die zukunft."
Auf Walk2Web kann man von Seite zu Seite “laufen” und die bekannte Netzumgebung zu Fuß erkunden. Dabei sind alle Seiten, die miteinander verlinkt sind, durch Linien verbunden.
Lange Liste mit Podcasting-Tools - Für den Fall, dass eventuell hier jemand im Haus demnächst mal wieder seine Podcast-Ambitionen ausweiten möchten, etwa Baby-Casting 24/7 oder so.
Lustige Web-Comedy-Serie. Am heiligen Sonntags darf man sowas auch mal in Ruhe duchsehen. "Jesus People," a mockumentary about a Christian pop group who want to take the world by storm.
Frankreich / Italien 1965 - Regie: Jean-Luc Godard - mit: Akim Tamiroff, Eddie Constantine, Anna Karina, Jean-Louis Comolli, Michel Delahaye
Dadurch, dass ich dieser Tage irgendwie mehr als sonst mit dem Autoradio unterwegs bin, bin ich auf die Ausstrahlung dieses Godard-Films hingewiesen worden, den ich schon immer sehen wollte. Ein Nouvelle-Vague-Science-Fiction von Godard mit Liebe. Die Erwartungen waren hoch, der Sender schrieb:
Geheimagent Lemmy Caution kommt als Reporter getarnt nach Alphaville, in die Hauptstadt der Milchstraße. Er hat den Auftrag, seinen Vorgänger Henri Dickson und Professor Von Braun zu suchen. Der Wissenschaftler hat ein gigantisches Elektronengehirn konstruiert, das inzwischen in Alphaville alle Vorgänge und Beziehungen regelt. Die Menschen sind zu willenlosen Sklaven des Computers Alpha 60 geworden, dessen technokratische Herrschaft weder eine emotionale Reaktion noch einen Widerspruch zulässt. Es existiert keine Vergangenheit und keine Zukunft mehr. Vom sterbenden Henri Dickson erfährt Lemmy Caution, dass das selbstherrliche Monstrum nur mit seinen eigenen Mitteln besiegt werden kann. Mit Natascha Von Braun, der Tochter des skrupellosen Professors, als "Begleiterin" wohnt er einer bizarren öffentlichen Hinrichtung von Delinquenten bei, die sich durch den Luxus idealistischer Gefühle gegen die Vorschriften in Alphaville aufgelehnt haben. Von Alpha 60 als Individualist und Oppositioneller entlarvt, geht Lemmy Caution zum Gegenangriff über und verwirrt die systemimmanente Logik des Computers durch philosophisch-poetische Begriffe. Im allgemeinen Durcheinander kann er den uneinsichtigen Professor töten. Zusammen mit Natascha, der er menschliche Werte vermitteln kann, flieht er aus der sterbenden Stadt. "Lemmy Caution gegen Alpha 60" ist ein romantischer Versuch, die in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts aufblühende Euphorie der Raumfahrttechnik, die Anfänge der Computertechnologie mit Kinotraditionen des Science-Fiction-Films und des Film noir zu decouvrieren. Alphaville erscheint wie das Wirklichkeit gewordene Metropolis. So nutzt der Regisseur mit dem Helden - Eddie Constantine - die Chance, sein Thema mit Filmzitaten, Collagen und Comic-Strip-Elementen anzugehen. Lemmy Caution wirkt wie ein moderner Lancelot, das unsichtbare Elektronikgehirn wie ein Mabuse der Kybernetik. (Quelle: rbb Fernsehen)
Ich könnt's nicht besser zusammenfassen. Für die 1960er eine filmisch recht hypertextuell umgesetzte Zukunftsvison. Teilweise eine Atmo wie in "Blade Runner". Wieder einmal darin bestärkt worden, endlich mal über dieses eine Thema zu schreiben, was mich immer wieder im Angesicht von Sci-Fi interssiert. Ich verrat nicht was, nicht so wie bei meinen letzten sechs Ideen, die dann andere umgesetzt haben.
Deutschland 2007 - Regie: Fatih Akin; mit: Baki Davrak, Nurgül Yeşilçay, Hannah Schygulla, Nursel Köse, Tuncel Kurtiz, Patrycia Ziolkowska, Lars Rudolph
Freitag mit und auf Wunsch der Liebsten endlich noch Fatih Akins aktuellen Film gesehen. Gut gefallen haben die visuelle Umsetzung der dramaturgischen Verknüpfungen der Figuren und Episoden. Gemeinsame Orte und doch aneinander vorbei. Nicht so prätentiös und laut inszeniert, wie "Gegen die Wand", sondern näher an den Figuren dran. So, dass wohlige, etwas undefinierbare Melancholie nach dem Film bleibt. Zwei Seiten, die der Tod mit sich bringen kann. Das Eigene manifestiert sich erst durch den Blick auf das Andere.
Danach noch in der Nacht Sexy Beast im Fernsehen gesehen, sicher gewesen, den Film noch nicht zu kennen. Liebste meinte, hätten wir zusammen gesehen. Nach Hälfte des Films dann doch Gewissheit, den Film zu kennen. Drauf hin eingeschlafen.
Arbeit am Selbst. Gestern hatte ich noch 42 Punkte, heute nur noch 40 Punkte.
Bei Ihnen nimmt die Internetnutzung einen großen Raum ein. Sie haben vermutlich bereits Probleme mit der Umwelt und Ihre früheren Alltagsaktivitäten stehen hinter dem Internet zurück.
Bemühen Sie sich aktiv darum, wieder mehr Zugang zur realen Welt zu erlangen. Treffen Sie sich mehr mit Freunden oder betätigen Sie sich sportlich. Die Befriedigung wird ungleich größer sein und Sie tun etwas für Ihr seelisches und körperliches Wohlbefinden.
Die Macher dieser Suchttest-Seite sollten lieber selber mal mehr im Internet sein. Dann würde die Seite nicht so Scheisse aussehen. Abgesehen davon, war ich nach dem Test gestern dann draußen in der realen Welt, um mal zu sehen, wie das da so ist. War in der Ill Galeries zu so einer Eröffnung, habe dort reale Menschen getroffen (blöd nur, dass die sich auch nur über Drogen unterhalten haben) und dieses Foto geschossen und direkt ins Internet gestellt. Danach war'n wir noch in der ehemaligen Szenekneipe, die jetzt Touristenfalle ist. Auf dem Weg nach Hause hab ich dann noch den S-Bahn Blogger fotographiert und direkt aus der S-Bahn ins Internet gestellt.
Das Problem mit diesen Suchttests ist, dass wir doch eh in einer gedoped-ten Gesellschaft leben und die da immer nicht verstehen wollen, dass man auch in der "Realen Welt" und "unter Freunden" irgendwie im Internet ist und suchtaffine Mittel und Getränke konsumiert.
Babykram. Das Baby ist noch nicht da. Alle sagen, es wird alles anders, wenn das Kind da ist. Glaub ich auch gern. Aber solange die netten Leute um einen herum weiterhin gut gemeinte Links schicken, die einen vielleicht interessieren mögen, bleibt doch eigentlich alles beim Alten, oder? Ist halt einfach neues Konsumpotential, wahrscheinlich. Etwa was serielles rund um Motherhood oder diese praktischen Piktogrammen (oben) als Gebrauchsanweisung für's Baby.
P.S.:Überlege, ob ich neue Blog-Kategorie einführe - Babykram - oder ob die alte aus dem Bauch raus noch ausreicht für's Erste.
Es fühlte sich heute in meiner Weiterbildung ein bisschen so an, wie damals, 1987 bei Herrn Grothe in der Computer AG. Das Staunen war groß. Der Kurs gerät immer mehr zu einer Weiterbildung in Macs und OSX statt zum Thema "Mobile Computing". Nun gut, dazu aber gleich mehr. Bin müde, will eigentlich noch einen Film sehen, daher nur mal schnell zusammengefasst:
//Theoretische Einführung ins Thema "Plattformunabhängige Systeme - XML (1)" // Was ist Information? Was sind Daten? Wo ist der Schalter, um das Saallicht zu dimmen? // Einführung in Geschichte der Zeichencodierung // ASCII, ISO-Norm 8859, Unicode // "Unicode heisst, wir machen alle glücklich" // kennt man ja eigentlich, trotzdem mal reingeschaut in so eine 7-bit, 8-bit, 16-bit Codierung und dem Ding mit UTF-8 und UTF-16 // Die Dampfmaschine... // Was ist ein Hypertext? // Markup-Sprachen // Betretenes Schweigen im Publikum bei der Frage des Dozenten, "hat jemand schon mal was mit LaTeX zu tun gehabt?" // Markup-Sprache hat Ursprung aus Formatierungs- oder Korrekturanweisungen in Redaktionen oder Verlagen // Endlich angekommen bei der Folie zu Xml // muss einer ja einem auch mal sagen: "eXtendet Markup Language" // cool weil: standarisierte Beschreibungssprache, Standard für Austausch im Web, kann von Maschinen interpretiert und von Menschen verstanden werden // Acronym SPEED // Der coolste Grund für den Erfolg von XML: Trennung von Struktur, Inhalt und Darstellung // XML-Syntax, naja halt Baumstruktur, Eltern-Kind-Beziehungen // DTD definiert Inhalte und Attribute von Elementen in XML-Klassen //
Überleitung in die Pause / Wechsel des Kurses ins Computerlabor, Dozent: "Ich bin zwar alles andere, als ein Mac-Fan, aber wir gehen trotzdem ins Mac-Labor, weil es da einfach angenehmer ist" // Denk ich mir meinen Teil, dass Inhalt und Form sehr wohl zusammen gehen... Ja, dann also Mac-Labor. Ich krieg das WLAN bei mir am iBook ans Laufen, Mitstreiter mit PC-Notebooks haben da so ihre Probleme. Ich bekomme von der Stud. Hilfsfkraft kein Workstation-Login nicht, weil ich angeblich in falscher PLZ wohne. Bin aber nicht der Einzige aus Berlin Süd-West. Merkwürdig. Stelle mich stur, tu mich mit Hugo zusammen, der hat einen Login. Bis wir alle überhaupt im Internet sind vergeht eine gewissen Zeit, dann auf der Lernplattform die nächsten Orientierungsschwierigkeiten. Wir klicken durch die eLearning Sache, Hugos e-Learning-Login geht nicht, nehmen wir meins. Finden dann irgendwo in der letzten Ecke eine Aufgabe, laden jEdit und zusätzliche Plugins runter (es gibt auch den oXygen XML Editor and XSLT Debugger, ist offenbar aber nicht kostenlos). Und dann - Hurra! - schreiben wir unsere erste XML Datei mit zugehöriger DTD-Datei. Nur Hugo und ich kennen uns mit XML noch gar nicht aus. Also, wo Sternchen und Plus hingehören und warum. Dafür fällt es mir leicht, Hugo am Mac zu erklären, wie man Dateien öffnet und abspeichert, das der Internet Explorer des Macs das Programm mit dem Kompass ist und wie man Dateien vom Schreibtisch auf Hugos USB-Stick verschiebt. Haben wir alle wieder was gelernt, aber nichts so richtig verstanden. Trotzdem spannend, lern ich doch mal bissle was Hintergrund über den Kram mit dem Internet, mit dem man ja so als Blogger auch immer zu tun hat. Z.B. ja auch da dieser organgene Button oben links, der Sinn und Nutzen dieses Buttons wäre ja quasi ohne XML nicht auszudenken. Plattformunabhägiger Austausch von Informationsdaten, au weia! Das haben wir uns 1987 noch gar nicht träumen lassen...
Spanien 2006; Regie: Álex de la Iglesia; mit: Antonio Dechent, Javier Gutiérrez, Leonor Watling u.a.
Oh, das war ja gerade interessant. Da kam eben auf arte noch ein beinahe trashiger Horrorfilm, in dem ein Baby mitspielt. Im Mittelpunkt: Ein Familienvater, der - tyrannisiert von der Angst um sein neugeborenes Kind - eine frappante psychische Veränderung durchlebt. Ein junges Paar zieht mit ihrem Neugeborenen in eine alte Villa. In der Nacht hören sie über das Babyphon fremde Stimmen. Der Vater besorgt in Panik eine Baby-Cam-Überwachung und nun sitzt eine fremde Figur am Bett des Babys. Jedoch hinterlässt der Fremde keine Spuren, nichts deutet darauf hin, dass das Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. Während der Vater beginnt an einen Einbrecher zu glauben, beginnt die Mutter am mentalen Zustand ihres Mannes zu zweifeln und verlässt mit dem Baby Haus und Mann. Alleine in der Gruselvilla kommt der Vater mit Hilfe der Baby-Videoanalge auf eine paraphysische Spur. Er kann mit Hilfe der Videoüberwachung einen Parallelwelt sehen und Zugang zu ihr bekommen. Doch wer einen Eingang findet, öffnet für andere einen Ausgang.
Netter kleiner Gruselfilm, in dem die jungen Eltern übermüdet, mit Augenringen und vollkommen paralysiert durch den Tag wandeln. Offenbar vollkommen verzehrt von den Aufgaben als junge Eltern, sehen die beiden Gespenster, beginnt die Beziehung zu kippen, der Vater wird schizophren.
Na das kann ja was werden, wenn das Baby erstmal da ist (o:
USA 2007;Regie: Francis Lawrence; Mit: Will Smith, Alice Braga, Dash Mihok, Charlie Tahan, Salli Richardson
Nach einem herrlich-regnerischem Gammel-Wochenende in der Nacht noch vor diesem Film gesessen und gegruselt vor jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft: Ein Heilmittel gegen Krebs entpuppt sich als Büchse der Pandora und Will Smith hat als einziger in Manhatten überlebt und muss die Geister, die er rief wieder verjagen.
Auch wenn sich das als Action-Film oder Grusel-Schocker angekündigt hat, es steckt zum Glück sehr viel mehr drin. Doch - ja - ich wurde stark emotionalisiert durch Actionsequenzen, und - ja - ich hab nicht sofort ruhig einschlafen können. Trotzdem ist I AM LEGEND mehr als Spektakel-Kino, wie der Kollege bei critic.de richtig erkennt:
Es ist bestimmt unpassend für einen Blockbuster, aber trotzdem: In den ersten Minuten – die kraftvolle Jagd mit dem Auto natürlich ausgenommen – erinnert I am Legend an Ozu Yasujiro und dessen langsames Herantasten an eine Geschichte. Die Kamera bewegt sich kaum, eine Abfolge statischer Ansichten etabliert den Ort des Geschehens, und schließlich sieht man Neville bei der Verrichtung seines Alltags: nach Nahrung suchen, essen, DVDs ansehen, den Hund baden. Auch hier gibt es nur wenige Schnitte, und in simpler Aneinanderreihung wird eine meditative Qualität erreicht. Das muss man sich als Action-Spektakel-Regisseur erst einmal trauen. In diesen Sequenzen sieht man eine Studie über Einsamkeit. (critic.de zum Film)
Das mag zwar für die Analyse irgendeines Blockbuster unpassend sein, genau für diesen Film ist es aber die richtige Beobachtung auf der Spur des Besonderen von I AM LEGEND. Überall lauern leise Zwischentöne: In der Kameraführung, die melancholisch gebrochene Symbol-Bilder der Gegenwart inszeniert; im sehr guten Schauspiel von Will Smith, der den gebrochenen, amerikanischen Helden sehr viel subtiler gibt, als die gebrochenen Figuren Charlton Heston's Anfang der 1970er. Dort wo Heston im Angesicht des Scheiterns zynisch wurde, wo Rambo seine gebrochene Psyche in der Materialschlacht zu reinigen sucht, ist der Protagonist in I AM LEGEND scheinbar nur darum bemüht, das normale Leben aufrecht zu erhalten, nachdem ein Killervirus alles platt gemacht hat und Mutanten ihn als den einzigen überlebenden Menschen auf dem Speiseplan haben. Fast gelingt es ihm auch, das alte Leben zu leben. Erst nach und nach schimmert aus der Figur ein Wahnsinn hervor, der natürlich in der gegebenen, irren Situation nicht verwunderlich ist, den man aber von amerikanischen Helden nicht gerade gewohnt ist. Das ist eine sehr gelungene Gradwanderung zwischen glanzvollem Helden und gebrochenen Helden in einer Figur.
In "Die Zeit" kommt Jerome Charyn leider nur im Ansatz zu einer tiefergehenden Analyse des Films. Er sieht darin immer noch ein Nachbeben der Katastrophe des 11.Septembers:
Ein verlassenes Manhattan mit wilden Rehen scheint uns fast schon eine vertraute Landschaft. Wir Amerikaner können die Aura jener leeren Grube in Lower Manhattan offenbar nicht abschütteln. Ground Zero verfolgt nach wie vor die Sprache und Grammatik unserer Träume. Und Francis Lawrences Film ist vielleicht das bisher klügste und aufschlussreichste Beispiel dafür.
Die Kraft des amerikanischen Kinos hat schon immer darin bestanden, dass es sein Publikum mit ausgefeilten Manipulationen und Tricks verblüfft, uns zu Kindern vor der großen Leinwand gemacht und uns durch die Minenfelder von Komödie und Albtraum geführt hat. Doch dieses Minenfeld ist niemals fester Boden; es verändert sich mit unserer psychischen Temperatur. Das Nachbeben des 11. September hat eine neue Blüte des Film Noir getrieben, und an die Stelle der Femme fatale ist der Teufel getreten. Die Mutanten in I Am Legend sind nur Teilzeitteufel, doch sie hüpfen durch die Landschaft wie bleiche, hektische Tiere, als wären sie massenhaft jenem besonderen Ground Zero der amerikanischen Psyche entsprungen. (zeit.de zum Film)
Nun, mich hat das ja alles auch an 28 Weeks Later erinnert. Das hat zwar den 11. September als Auslöser, behandelt aber eher alles so Sicherheits-Phantasmen und Alienation-Ängste. Die modernen Vampire, nicht mehr Außerirdische, sondern Viren und mutierte Amerikaner, die das Ur-Amerikanische zerstören und im Kern geht es immer um das Blut Christi. Und da wär's mal spannend in diese Richtung weitergehend was zu lesen.
Es gab ja rund um meine Erziehung eine Lehrerin, die behauptete, wenn Turnschuhe schon in den 1920ern als Alltagsschuhwerk genutzt worden wären, dann hätte Hitler keine Chance gehabt, bzw. die 68er-Bewegung hätte im Gegenzug mit jenem harten Schuhwerk der Vorkriegszeit auch nicht stattgefunden. Leisetreter, weich und zart vs. Lautstiefler zäh und hart.
Das war ja dann wohl ein Fehlalarm, als die Hebamme am Donnerstag behauptete, das sie damit rechne, innerhalb der nächsten zwei Tage würde es losgehen. Jetzt ist Sonntagabend und wir sind immer noch Kinder. Die letzten Tage eine positive Nervösität, wie vor einer großen Reise. Inzwischen wieder auf dem Weg zurück zu Ausgeglichenheit und so etwas wie innerer Ruhe. Das war am Freitag alles anders, Arbeit half auch nicht wirklich. Also der Griff zu einem alten, hausbewährtem Rezept: Irgendeinen Film schauen, möglichst unvorbereitet ins Kino gehen, um den Kopf ruhig zu stellen. Die Entscheidung wurde zunächst aus zeitlichen Gründen gefällt, aber auch die kurze Inhaltsbeschreibung versprach, genug verkünstelte Kinolast:
"Perfumed Nightmare" ist ein halbbiografischer Film von Kidlat Tahimik. In die magisch-realistische Anlage des Dokudramas mischen sich ironische Sozialkritik mit Widerhaken, verschrobene Phantasien, bizarrer Humor, symbolische Metaphern und asiatisch-mythologisches Elemente. ( Festivalprogramm)
Nicht so'n Schischi-Hollywood, sondern was, wo man hinsehen und mitdenken muss. Abgesehen davon, dass in dem Film auch eine Geburt vorkommt, insgesamt genau richtig, um abzudämpfen, was da kommen mag, wann es will...
Wie es so ist mit halb-autobiografischem Kunstkino, man kann schlecht erzählen, was man da eigentlich angesehen hat. Flickert halt assoziativ vor sich hin mit mehr oder weniger wirksamen Hooks. Wenn's gut ist, nimmt's einen mit auf eine persönliche Reise ins Sonstwohin. Mich hat es mitgenommen. Der Film lief 1997 auf der Berlinale im Forum des jungen Films, hat da auch den Kritikerpreis gewonnen. Ich selbst fand schön, mal Bilder aus aus der Zeit, wo ich noch klein war, von den Philippinen zu sehen. Auch die Ironie mit dem der cultural gap zwischen der Kindheit und Jugend in einem philippinischem Dorf und der Sehnsucht nach der Modernität eines fernen Amerika. Zur Hälfte des Films gelingt dem Protagonisten dann auch als erster seines Dorfes, in den Westen zu fliegen. Sehr kreative Stückelung von Film- und Medienmaterialien, Welten, Riten, Gedanken und Stilen. Die alten US-Army Jeeps wurden von den Philippinen ähnlich kreativ zu Neuwagen und Trägermedium für Gesellschaftswandel umfunktioniert.
Wenn ich mal groß bin, will ich diese interessanten Texte zu dem Film lesen und verstehen:
Die letzten Nächte teilweise damit verbracht, die ersten 13 Folgen von Gossip Girl zu sehen. Ist eine amerikanische Teen-Drama TV-Serie, die aktuell im Herbst gestartet ist. Handelt über kotzreiche New Yorker Teenager - Upper East Side - und ihre ersten Erfahrungen mit Drogen, Sex und so Familien- und Beziehungsgeflechtekram. Auch wenn Teen-Drama nicht gerade meine Lieblingsgattung ist, bin ich doch sehr schnell reingekommen. Die Hintergrundmusik hat geholfen. Und: Als omniscient narrator dient ein Weblog! Die Bloggerin „Gossip Girl“ ist die Off-Erzählerin der Gerüchte um die Prinzen und Prinzessinnen der Upper East Side. Die Bloggerin selber wird kaum dargestellt und ist nicht Kern des Geschehen der Serie, vermittelt aber zwischen Figuren und Zuschauern und treibt gleichzeitig die Handlung an, weil die Figuren handlungsimmanent das Gerüchte-Weblog lesen und entsprechend handeln. Netter medienreferenzielller Kniff.
Nette Serie jedenfalls. Wird hoffentlich noch weiter gehen. Hierzulande wird das TV ja immer merkwürdiger, da muss man sich halt andernorst weiterbilden, was gerade angesagt ist im Märchenwald. Die Sorgen und Verstrickungen der Prinzen und Prinzessinen der Upper East Side sind so herrlich klassisch, da kann auch ich mich drin wieder finden. Kernaugenmerk meiner Rezeption: Rollenmodelle der Verhältnisse von Kindern zu ihren Eltern, die eigentlich sich auch wie kotzreiche Teenager verhalten. Da sind die Grenzen fließend. In wenigen Tagen ist man ja selber auch nicht mehr Kind.
Wir jammer-chatten gerade. Drehen uns im Kreis. Ich mit meinen Sorgen, er mit seinem Nerv. Er will jetzt die 6-Hüte-Methode ausprobieren und ist eben erstmal Hüte kaufen gegangen...
Edward de Bono ist einer der führenden Lehrer für kreatives Denken. Er hat erkannt, dass wir uns beim Lösen von Aufgaben und Suchen nach Entscheidungen oft im Kreis drehen. Denn die meisten Menschen betrachten Probleme nur aus einer einzigen Perspektive.
Am besten und schnellsten lösen wir jedoch Probleme, so Edward de Bono, wenn wir sie aus 6 verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Edward de Bono hat dazu die "6-Hüte-Methode" entwickelt. Ausgangspunkt sind 6 Hüte in verschiedenen Farben, die jeweils einen Blickwinkel symbolisieren.
1. Weißer Hut - Zahlen und Fakten: Mit dem weißen Hut betrachten Sie Ihre Aufgabe nüchtern und neutral. Sie sammeln für die Lösung Daten, Fakten und objektive Erkenntnisse.
2. Roter Hut - Bauch und Gefühle: Wenn Sie den roten Hut aufhaben, lassen Sie Ihren Bauch sprechen. Hören Sie in Ihr Inneres. Was sagt Ihnen Ihr Gefühl bei der Aufgabe? Stimmt es mit den Fakten überein, die Sie mit dem weißen Hut gefunden haben?
3. Schwarzer Hut - Risiko und Gefahren: Malen Sie schwarz! Denken Sie an die schlimmstmöglichen Varianten. Welche Katastrophen könnten passieren, wenn Sie sich entscheiden?
4. Gelber Hut - Alles positiv: Jetzt suchen Sie nach rein positiven Aspekten: Welche Chancen gibt es? Was kommt im besten Fall bei Ihrer Entscheidung heraus?
5. Grüner Hut - : Fantasie und Kreativität: Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Spielen Sie herum, und notieren Sie sich auch vermeintlich verrückte Einfälle. Denken Sie an Lösungsmöglichkeiten, die Sie noch nie zuvor in Betracht gezogen hatten.
6. Blauer Hut - 5 Hüte verbinden: Zum Schluss vergleichen Sie die Ergebnisse, die jeder "Hut-Gedanke" gebracht hat. Gibt es noch offene Fragen? Was sind jeweils die Konsequenzen aus der Betrachtung mit den einzelnen Hüten? Und dann: Entscheiden und handeln Sie!
Yes, I'm back on campus! Seit letzter Woche nehme ich spaßeshalber an einer Weiterbildung zum Thema "Mobile Computing" an der FHTW Berlin teil. Darin geht es einführend um den superspannenden Themenbereich datenbank-basierter Dienste auf mobilen Endgeräten. Was das ist, wie das eigentlich geht und wofür man das sonst noch so brauchen könnte. Letzte Woche war Teil 1 - da gab es erst eine Einführung auf Kindergarten-Niveau. Dann sind wir ins Mac-Labor gegangen und haben uns gegenseitig vorgestellt. Danach war ich begeistert, weil nicht nur so ältere Nachrichtentechnik-Herren da in der Weiterbildung drin sitzen, die ihre Festanstellung bei Telekom, Vodafone, E-Plus oder o2 absichern wollen. Nein, es gab auch einige Leute wie mich, so eher aus kulturellen oder medientheoretischen Hintergründen. Die Nachrichtentechniker aller Netzbetreiber sind in der Mehrzahl. Hat man gleich durch Kleider-Codierungen deutlich ausmachen können. Auch eine Form der drahtlosen Kommunikation!
Heute war Teil 2 der Weiterbildung und wir haben viel gelernt. Angefangen hat's allgemein kulturhistorisch damit, dass Rauchzeichen ja auch schon eine drahtlose Form der Kommunikation waren. Geendet hat's im Übungsteil damit, dass wir die e-Learning Webseite der Fachhochschule gehackt haben, sodass sie nicht mehr zur Verfügung stand (eben hab ich es noch mal hier zu Hause probiert - immer noch kaputt).
Das Wichtigste mitgeschrieben:
1. Bei tekgear kann man alles Nötige kaufen, um sich seinen ersten, eigenen Cyborg zu bauen.
2. Diese komischen Geräte, die seit noch nicht allzu lange Zeit immer überall über den Autobahnen hängen, so Blitzdinger, die nicht blitzen, weil sie im Infrarotbereich arbeiten. Die gehören toll collect, damit wird jedes Auto aufgenommen, was da dran vorbeifährt, und diese Daten werden 6 Monate gespeichtert. Dienen soll das dafür, dass mautpflichtige LKWs sich nicht um die Mautgebühr drücken können, weil sie z.B. öfter mal vergessen das Toll Collect Gerät anzuschalten. Ich dachte immer, das geht nur LKW-Fahrer an. Aber wenn man sich nicht immer um alles selber kümmert! Wenn man folglich nicht erfasst werden möchte, irgendwo lang gefahren zu sein, sollte man sich eine Nerd-Maske besorgen. Oder auch ähnliche Tarnung.
3. Es gibt unterschiedliche Mechanismen oder Medienzugriffsverfahren, um den Zugriff mobiler Nutzer auf Medien oder Daten zu steuern. SDMA (Space Division Multiple Access - Raummultiplex), TDMA (Time Division Multiple Access - Zeitmultiplex), FDMA (Frequency Division Multiple Access - Frequenzmultiplex), CDMA (Code Division Multiple Access - Codemultiplex). Das war alles Neuland für mich. Da wurden dann schematisch Sendemäste an die Tafel gemalt und WLAN-Netzwerke auf dem Campus erklärt. Also kurz: Raummultiplex ist wenn mehrere Sender so ausgerichtet sind, einen bestimmten räumlichen Bereich zu bedienen. Zeitmultiplex ist die zeitliche Aufsplittung der zur Verfügung stehenden Kapazitäten unter mehreren Nutzern. Wenn ich das richtig verstanden habe ein Beispiel: 10 Leute telefonieren. Das was die da so am Telefon reden, dauert 10 Sekunden an Sprache. Diese 10 Sekunden Realzeit braucht aber nur 1 Sekunde an technischer Übermittlungszeit. Das heisst, die anderen 9 Sekunden eines Kanalnutzers kann aufgesplittet werden auf weitere 9 Leute. Nur mal so schematisch. Tolle Sache! Bei der Frequenzmultiplex-Dingens kommt noch so Feintuning einer Frequenz durch Aufteilung in Subkanäle rein. Ist auch bei deinem WLAN zu Hause so. Das funkt auf 2,4 GHz. Wenn es da mal Interreferenzen der Bandbreite mit dem WLAN deines Nachbarn geben sollte, könnt ihr Euch auf unterschiedliche Subkanäle dieser Frequenz einigen. Das stellt man am Router ein und - Schwuppsdich - man kommt sich nicht in die Queere. Für normal im Internet-Surfen ist das egal. Aber wenn man z.B. Videos kabellos auf seine Fernseher streamen möchte übers WLAN, kann das schon eher stören, wenn da die Nachbarn auch mit drin hängen. Ja und mit der CDMA, da kommt halt noch eine Codierung ins Spiel, das hab ich dann aber nicht mehr so verstanden, weil es so schnell ging - schnell noch kurz vor der Pause. Hilfreich ist sicher hier in der Wikipedia über Multiplexverfahren irgendwann mal weiterzulesen.
5. Nach Pause wir wieder rüber ins Mac-Labor. Da haben wir unsere Logins bekommen. Hach, die herrlichen, guten, alten Rechenzentrum-Zeiten. Erstmal braucht man ein Login, um die Terminals im Labor zu nutzen. Dann braucht man ein Login, um Dienste des Hochschul-Rechenzentrums der FHTW zu nutzen: Meine nagelneue E-Mail Adresse an der FHTW, den WLAN-Zugang auf dem Campus, den Speicherplatz für meine eigene (noch zu erstellende) FHTW-Homepage und andere praktische Dienste, wie den interaktiven Speiseplan der Mensa. Und mit diesem 2. Login muss man sich auch auf der eLearning-Webseite der FHTW registrieren, um wiederum dort ein 3. Login zu bekommen, um ebenden Online-Campus zu nutzen (da sind dann Seminarpläne und Podcasts der Vorlesung samt Folienpräsentationen und so andere nützlicher E-Learning-Kram wie Foren und Chaträume ;-). Sie können sich denken, wir waren alle ganz schön aufgeregt. So viele Logins! Und gleich dann würden wir im Internet surfen können. Einige hatten auch ihre Notebooks mit. Doch - erste Enttäuschung - so leicht kommt man da nicht ins Campus-WLAN rein. Da braucht man erst ein Zertifikat, das man aber nicht ohne Netzzugang downloaden kann. Andere hatten den Zettel mit dem Login für die Terminals noch nicht bekommen und konnten auch nicht ins Netz. Noch andere konnten sich zwar an den Macs einloggen, haben aber noch nie an einem Mac gedient und wussten nicht, wie man da überhaupt einen Webbrowser öffnet, um ins Internet zu kommen. Zwei, drei Leute haben nicht gerafft, dass man beim Passwort auf Groß- und Kleinschreibung achten muss. Als erstes von den ganzen Computerfuzzis waren die Modedesignerin und ihre Freundin mit ihren Notebooks im eCampus eingeloggt. Aber nicht lange. Einige von den neuen Mac-Usern sind dann in den anderen Raum wo die Windows-PCs stehen gegangen, um es da aus zu probieren. Ging da dann aber auch nicht. In der Zeit, wo wir alle versucht haben, uns mit unserem 2. Login für das 3. Login zu registrieren, gingen die Server des eCampus in die Knie. Ich hab vor Aufregung ganz vergessen, zu twittern! Wir wurden dann früher nach Hause geschickt.
Fazit:
Es gibt viele Wege der drahtlosen Datenübertragung. Und es ist nicht auf Anhieb leicht an Unis oder Hochschulen ins Internet zu kommen und da drin dann was zu lernen. Vielleicht schaffen wir das aber noch. Der Kurs geht ja zum Glück noch bis Oktober, oder so!
Hab eben die Keynote 2008 geschaut und fand's mal wieder mau. Neue Begierde lösen die Neuvorstellungen bei mir nicht gerade aus. Drüben bei wirres.net kommentiert man das "dümmste Notebook der Welt" von Apple. Dünnes Computerchen ohne DVD-Laufwerk und ganz viele andere Löcher im Gehäuse fehlen auch. Man beklagt, dass man mit dem MacBook Air nun Filme (und Pornos) auf Reisen nicht mehr von DVD schauen kann. Außer man nimmt ein externes Laufwerk mit (siehe Abbildung oben). Von DVD soll man ja aber auch nicht, man soll sie ja jetzt bei iTunes downloaden oder - ganz heisse Idee - leihen(!). Abgesehen davon, dass ich meine alten Datasetten auch nicht wirklich vermisse, frage ich mich aber doch, wer eigentlich überhaupt Filme mobil auf Computer, Telefonen oder iPods sehen und rumtragen möchte? Kleine Displays, immer kürzer werdende Reisezeiten, auf der Zugfahrt zwischen Hamburg und Berlin würde ich nicht die Ruhe und Muße für einen abendfüllenden Film finden. Ich schaff da ja nicht mal eine Tageszeitung. Bis da alle ihren Platz eingenommen haben, die Schaffnerin durch ist, ich mein Bier gekauft habe, die Stulle ausgepackt - da ist man ja schon halb da! Die restliche Zeit kann man auch mal nachdenken und aus dem Fenster schauen. Und Filme unterbrechen und dann in einem anderen Kontext weiterschauen, gehört sich sowieso nicht. Überhaupt, was das kulturtheoretisch und filmsprachlich wieder alles verändern wird, wenn jetzt auf einmal jeder Filme rezipieren und stückeln kann wo, wann und auf welchem Endgerät man will. Mir dünkt, mittelfristig wird es eine Renaissance des ollen Kintops geben. Auch fein.
USA 2003 / Regie: Wayne Kramer / mit William H. Macy, Maria Bello, Alec Baldwin, u.a.
Liebesfilme mit Verlierern sind meistens toll. So auch dieser Film aus der Post-New-Hollywood Zeit, wo man noch hoffte, dass die guten Kinojahre der 1990ern sich auch ins neue Jahrtausend retten mögen. Ich glaube nicht, dass es mir nur so geht, aber Hollywood hat abgenommen. Zum Glück kann man an Zyklen glauben oder auf Wellen hoffen. Das wird alles schon wieder. Ähnlich geht es ja auch hier unserem Protagonisten:
Als sogenannter "Cooler" arbeitet Bernie im Casino seines Freundes Shelly. Wobei "Freund" vielleicht nicht die geeignete Bezeichnung ist, denn zwar verbindet die beiden eine gemeinsame Vergangenheit, aber nicht nur erfüllt Bernie seinen Job nicht nur aus einem übertriebenen Pflichtgefühl heraus - ganz nebenbei arbeitet er auch über Jahre hinweg einen immensen Schuldenberg bei dem altmodischen, aber unerbittlichen Casino-Chef ab. Dadurch, daß Bernie aber immer nur vom Pech verfolgt ist und auch keinerlei Freunde hat, ist Shelly für ihn der einzige Vertraute - unabhängig davon, daß er ihm mal die Kniescheibe mit einem Baseballschläger zertrümmert hat.
Im Casino arbeitet auch die Serviererin Natalie, bei der der unscheinbare und unerfahrene Bernie niemals eine Chance hätte. Sie kann sich nicht einmal seinen Namen merken. Als jedoch ein Casinokunde Natalie gegenüber handgreiflich wird und Bernie seine besondere Gabe wie einen Racheakt einsetzt, lächelt ihn Natalie erstmals an. Schon bald entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebe zwischen den beiden. "Pech im Spiel, Glück in der Liebe", mag man denken, doch bei Bernie tritt nun auch ein, dass er seinem Job als Pechvogel nicht mehr gerecht wird. Zufrieden, voller Selbstwertgefühl und so glücklich wie nie zuvor verursacht er plötzlich Rekordgewinne im Casino. Shellys Verluste gehen in die Millionen - und er gönnt seinem alten Freund das bißchen Liebesglück auf seine Kosten so gar nicht. Als dann auch noch Bernies missratener Sohn Mikey mit dessen offenbar schwangeren (und verkoksten) Freundin auftauchen, die nicht nur den Vater ausnehmen, sondern mit gezinkten Würfeln auch noch das Casino betrügen wollen, ist Shellys Geduld am Ende und es kracht.
Das schöne an diesem Film ist neben der detailverliebten Darstellung einer gealterten, abgetakelten Las-Vegas-Illusion die Dynamik zwischen Gewalt und Liebe. Da werden Liebesszenen, die in anderen Rahmungen vielleicht kitschig wirken würden, eingebettet in eine wenn nicht raue, so doch muffige Realität. Und natürlich die Emanzipation der Hauptfigur vom Abhängigkeitsverhältnis im Job und des immer gleichen, resignierten Lebens weg zu einem neuen Leben in dem Glück und Hoffnung das Ruder steuern.
Yeah! Schon ziemlich kitschig am Ende. Aber schön.
Und sonst so...? # Babykommode endlich gekauft, zu teuer, aber was soll's. Muss jetzt alles langsam mal werden.
# C. aus Iowa noch getroffen, lange aus gewesen, bis ziemlich früh. Dann ersten Sonnenaufgang in diesem Jahr fotografiert.
Ich erlaube mir, Ihnen mal einen Videotrailer in dieses YouDings reinzustellen. Weist hin auf eine prima Sache mit Kurzfilmen in der Berliner U-Bahn. Und für die jüngeren Leser, hier der YoutubeLink zum Original mit Edmund Stoiber. Außerdem hat das ja auch alles mit dem bei mir jetzt anstehenden, total spannenden Forschungsgegenstand "Schriftfilme" zu tun.
Neues Leben, neues Layout. Alles ist in Veränderung, deswegen muss hier auch das Erdverbundene - auf Anraten eines befreundeten Trendscouts - raus. Wodka-Lemmon-Grün war meine erste Wahl, doch es häufen sich die Beschwerden von Lesern mit schlechten Augen und noch schlechteren Monitoreinstellungen. Jetzt also ein wässriges Blau Knallschwarz. Alles ist im Fluss.
Eine neue Perspektive hat sich mir heute auf das Kinderkriegen eröffnet, aus der gesehen die Zeit im Kreissaal ein großer Spaß zu werden verspricht: Fertignudeln, Konserven, Schokolade, Gummitiere, Chips, Kekse... Ein Festessen!