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Heute wurde meine Religionslehrerin in meiner Heimatstadt beerdigt. Nicht unbedingt der Religionsunterricht hat mich stark beeinflusst, vielmehr die von ihr mit viel Engagement geführte Theater AG an unserer Schule. Als wir gestern Abend von unserem ersten Kiezbier in die neue Wohnung kamen, waren die von meiner Mutter ausgeschnittenen Todesanzeigen und ein kleiner redaktioneller Nachruf aus der Regionalzeitung im Briefkasten. Überrascht war ich nicht, hatte meine Mutter mir ja schon per SMS geschrieben und dann gab es ja fast Streit, als sie die Sachen faxen wollte und das Faxgerät in der neuen Wohnung aber noch nicht aufgebaut war.

Die Zeitung hat sogar ein Foto von ihr gedruckt und nennt sie "Grand Dame des Schultheaters" - alle meine guten Lehrer trauern auf der einen von den drei Todesanzeigen. Hätte ich zur Beerdigung fahren sollen? Oder war das einfach eine gute Phase in meinem Leben, die sie mitgeprägt hat, für die ich mich später aber nie bedankt habe? Danke Liesel!

Irgendwo lauert sie immer, die Vergangenheit. Und springt plötzlich um die Ecke, wenn man es gerade nicht erwartet.
 




Seit der Sache neulich mit dem Krankenhaus (wir berichteten) finde ich Krankenhausserien im TV nicht mehr uninteressant.

Heute wurden die Fäden gezogen. Das ziept wie Augenbrauenzupfen. Nase ist krumm. Dumm.
 




sich selbst eine E-mail schreiben, die spätestens in 20 Jahren zugestellt wird, kann man hier (noch bis zum 30.11.2005).

Sehr interessanter Effekt, sehr selbstreinigend die Überlegung, was ich mir selbst in der Zukunft mitteilen möchte. Hat irgendwie was hochoffizielles. Vor allem manifestiert sich da dann doch vorm inneren Auge ein Bild von der eigenen Zukunft, die man vielleicht heute noch nicht so wahr haben möchte. Sehr interessanter Effekt!

via
 




Mein ibook ist da. Prächtig. Alleine das Auspacken ist so geil, wie früher mit Lego: Lauter cool aussehende Teile! Und alles geht Schwuppsdich. Und kein langes Rumgeschraube, wie sonst immer am PC/Windows. Wireless jetzt auch. Ich mag diese Wertigkeit. Und alles noch viel geiler mit der Mighty Mouse, die mir die Liebste zum Geburtstag geschenkt hat.
 





uploaded by tristessedeluxe.

erinnern mich an "Futurama", wo von tollen und berühmten Leuten auch Köpfe im Glas aufbewahrt werden.


 




Ach I.,

die Filmfestivals! Aus Deiner euphorischen Mail lese ich, dass ich unbedingt mir mal wieder den "Luxus" gönnen sollte, raus aus Berlin und mich in einen Filmfestivalkosmos begeben müsste. Denn dass ist es eigentlich, was mir wirklich gefällt.

Oder vielleicht Kameramann weden.

Ich bin am Wochenende vor einer Woche bei S. eingezogen. Alles noch desolat. Ich dachte eigentlich, mir würde das nicht so viel ausmachen, fühle mich aber etwas entwurzelt im Prenzelberg und finde mich in meinen Kisten nicht zurecht. "Ein Tag nach dem anderen" sagen, hilft da auch nicht wirklich.

Morgen schauen wir uns was in der Leberstraße/Ecke Kolonnen an. Das ist tatsächlich eine Ecke, wo wir schon wohnen wollen würden. Danke für den Hinweis auf die Wohnung! Ich werd da mal anrufen, ist aber vielleicht etwas zu klein für uns. Wir haben auch schon überlegt demnächst mal eine Zettel-Klebe-Aktion zu wagen in Gegenden, die uns gefallen. Postiv in der ganzen Sache ist ja, dass S. hier aus ihrer Wohnung auch weg will (es gibt auch Vorteile [nicht dass ich missverstanden werde]: Spottbillig, Bierkisten sind nicht so hoch zu schleppen, Keller ist ein Stockwerk tiefer, alles ist grün draußen!), aber ich find dass hier alles doch zu piefig und vor allem im Paterre einfach zu dunkel. Merkwürdige Balkon-Szenarien in diesem Wohnblock hier.

Letzes Wochenende haben wir die Wohnung in der Blücherstr. renoviert. Scheißgefühl! Von den 3 Wohnungen (die Alte, die Neue von R. und hier die von S.) ist die neu gestrichene mit neu lakierten Türen und frisch durchgefeudelte Blüchertsraße ohne die ganzen Möbel und Zeug doch das Beste, was so ging.

Stichwort "Delfter Kacheln" - ich werd W. mal gleich noch eine
Mail schicken, ich hab noch nichts von ihr gehört.

Liebe Grüße & lass mal bald vielleicht wieder Biertrinken gehen - T.
 




Komme gerade nach Hause und das neue Austauschgerät wurde schon vom Boten gebracht. Das ging ja schneller und unkomplizierter als ich dachte. Dankeschön. Voller Empfang und endlich wieder wap.
 




mein Handy ist kaputt und es fehlt mir, mobil ins Netz gehen zu können, was ich eigentlich nicht gedacht hätte. Aber man merkt ja erst, was man hat, wenn es einem fehlt. Es hat nur noch geringste Sendeleistung und kein Fachhandel konnte mir bis jetzt helfen. Die SIM-Karte geht in anderen Handys, nachdem ich endlich einen Laden gefunden habe, der mir ein firmware-update machte, hat es auch daran nicht gelegen. Es soll da noch einen schrulligen, alten Handymonteur geben, oben an der Schönhauser. Der wurde mir jetzt schon von einigen anderen O2-Händlern, deren Hauptbeschäftigung wohl nur darin liegt, den ganzen Tag mit den Schultern zu zucken, empfohlen. Dieser alte, schrullige Handymonteur, der - wie ich hoffe - in seiner dunklen, mit allerlei altem Technikgedöns vollgestellten Hinterhofwerkstatt sitzt und aus Alte wieder Neu macht, wird sicher mit Lötkolben und seiner grundsolidien Fernmeldetechnikerausbildung der Bundeswehr Marine mein Hightechvolkshandy SE K700i wieder richten. Leider ist er z.Zt. noch im Urlaub auf dem Traumschiff.
 




Irland 1992 – vor zwei Jahren wurden in einem Stadtpark in Dublin nachts zwei Deutsche Touristen überfallen, die dort gezeltet hatten. Zwei Jahre später spricht ganz Südirland noch davon, fast jeder, bei dem wir mittrampen, warnt uns, ja nicht wild zu campen. Früher, ja, da wäre das noch gegangen, früher wäre sowieso alles besser gewesen, erzählt uns der alte Fischer, der einen runter gerockten Passat fährt. Er hat zwei Musikkassetten im Auto: irgend so typische Irlandfolklore mit Blechflöten und eine Best-of-Abba. Er legt Abba ein. Das Gespräch stockt. Nach 15 Minuten fragt er, ob wir wüssten, was eigentlich aus Abba geworden ist.

In Dublin kommen wir erst spät in der Nacht an. Die Jugendherbergen sind schon zu oder haben keine Plätze mehr frei. Wir überlegen, unser Zelt im Stadtpark aufzustellen, stellen uns an eine Bushaltestelle am Eingang des Parks, um die Atmosphäre einzuschätzen. Eine Polizeistreife hält, die Officers fragen, woher wir seien, wo wir übernachten und laden uns ein, auf der Polizeiwache im Hof zu campen. Unter Polizeischutz auf einer kleinen Rasenfläche zwischen abgeschleppten Autos liebt es sich noch mal so gut.

Es war der erste gemeinsame Urlaub und wir waren noch gar nicht so lange zusammen. Und als junger Mensch will man raus in die freie Natur zur Ursprünglichkeit. Rückblickend war das dann doch eine ziemliche Tortur – Irland mit Zelt und Rücksäcken. Von wegen Romantik, es hat fast die ganze Zeit geregnet, das Zelt und unser Nerven wurden immer weicher. Echt kein Spaß. Ihr kennt das. Da liegt man da den ganzen Tag im feuchten Zelt irgendwo in einem idyllischen Fischerdorf an der südirländischen Küste hinter dem Hügel da am Hafen, wo einen niemand sieht auf einer der alten, muffelnden Luftmatratze und liest „1984“ auf Englisch. Aber man geht sich irgendwie auf die Nerven. Zum Glück gibt es Kultur: Abends mal mit irischer Folkloremusik oder die Schultheatergruppe hat was von Beckett auf die Beine gestellt.

An diesen Urlaub habe ich beim Einschlafen denken müssen, als es draußen leise tropfte und die kalte Luft durchs Schlafzimmerfenster stömte kroch. Irgendwie wie Irland. Heute morgen dann die halbe Stunde auf dem Fahrrad im strömenden Regen – noch gedacht: „Bindfadenregen“ – die Leipziger runter, LKWs schlagen hohe Wellen auf die Busspur. Mitleidige Blicke von der Frau im Backshop – sie denkt wahrscheinlich, „begossener Pudel“. Ich mutig weiter und jetzt - fehlt mir die Pointe.
 




Das Experiment Weblog langweilt mich mehr und mehr. Das liegt zum großen Teil daran, dass ich keine anderen Weblogs mehr lese, weil es dreht sich eh alles um sich selbst und an der so wichtig scheinenden aber langweiligen Blogger-Szene, zu der ich spätestens seit dem ersten und einzigen Bloggertreffen, auf dem ich war, nicht wirklich dazugehören möchte (ich hab mir kuhle Säue einfach anders cooler vorgstellt (nein, nicht du jetzt persönlich!)). Hinzu kommt, dass mich mein neuer Job ziemlich fordert. Sommer ist auch schuld. Und alles andere sowieso. Aber das wichtigste ist die Perspektive. Es gibt keine und das ist nich so unwichtig für so'n Ding.

Trotzdem. Weiter unten mach ich mal den Handyspeicher leer. Privatansichten der letzten Wochen als Standbild (in einer interessant-zufälligen Reihenfolge). Damit wäre dann der kleine Speicher frei für die Datenmigration vom alten zum neuen Rechner per Handy. Tjaja, die Technik.

Ansonsten bemerkenswert wäre noch, dass der alte urban-rural clash in der Liebe (natürlich) noch besteht. Ausgelöst hat das:
1.: meine nachdenklich-reflektierende Beschäftigung in der letzen Woche mit Freiburg an sich und im besonderen Fall
2.: der Fakt, dass zwei meiner längsten FreundeInnen noch aus Oberstufenzeiten jetzt Berlin verlassen wegen den tollen Jobs und Ausbildungen in Westdeutschland
3.: der Liebsten Sicht auf die dreckige Stadt nach ihrem Wanderritt in der letzten Woche.

Und: Heute war der Vermieter da mit einer Maklerin seiner Wahl. Hat der ganz große Augen bekommen, als sie ihm (dem Rechtsanwalt) erklärte, dass von rechtswegen die schlimme Stelle, da wo vom Schornstein das Öl - oder besser der Schornsteingammelbrandpilz - reinsifft eigentlich die ganze Wand raus muss und neu bis oben aufgemauert werden müsste (was wir ihm ja schon seit Jahren versuchen, zu erklären).
 








TRISTESSE DELUXE

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