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Hat ja jeder mitbekommen, der deutsche Kurzfilm Spielzeugland von Jochen Freydangk hat den Oscar in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ gewonnen. Ich kenn den Film selbstverständlich und möchte nur sagen: in der deutschen Festivallandschaft hat der nicht so unbedingt die erfolgreiche Runde gemacht. Die Voting-Mechanismen der Academy sind erfahrungsgemäß unergründlich.

Die bisherigen Werken von Jochen Freydangk kann man übrigens kostenpflichtig online ansehen: Dienst und Glückliches Ende
 





Photo uploaded by ovit.

Heute hauptsächlich die Arbeit an der Datenbank. Die Pflege der Krumen und Kleinigkeiten. Genau das richtige für meine leicht gereizte, penibel-genervte Stimmung. Schön war dabei, wieder auf die 9-minütige Dokumentation Ostkreuz zu stoßen, die zwischen 2005 und 2007 am Bahnhof Berlin Ostkreuz gedreht wurde und die auch auf unserem Filmfestival gezeigt wurde. Der Film hat mir sozusagen heute über den Tag geholfen.

Ein rhythmischer, melancholischer Dokumentarfilm über einen einen uralten Berliner Bahnhof, der in den nächsten Jahren saniert wird, um sich dann in die Reihe der neumodischen, unpersönlichen Bahnhöfe Berlins einzureihen. Das Filmpoem montiert sehr gut beobachtete Stimmungen dieses mit den Jahren architektonisch immer verwachseneren und improvisierten S-Bahnhofs mit elektronischen Klängen. An manchen Stellen ganz klares Vorbild der Film Berlin: Die Sinfonie der Großstadt.

Die beiden Filmemacher Laura Geiger & Tom Kretschmer über den Film:
Der Film deutet den Verlust von Atmosphäre, Eigenart und sozialen Beziehungen des Bahnhofs an. Eine Gratwanderung zwischen notwendiger Veränderung und Bewahrung von gewachsenen Strukturen.
Ein Versuch diesem maroden und doch so charmantem Bahnhof Ostkreuz mit poetischen Bildern ein Denkmal zu setzen.

Ich finde, der Versuch ist gelungen. Habe den Film nun zum wiederholten Mal gesehen und sage: Tut das auch! Den Film gibt es entweder direkt hier auf YouTube oder auf der Homepage ostkreuzfilm.de.


 




... kann man sich hier auf seinem Portfolio ansehen. Ist ein junger Filmemacher aus Lateinamerika, dessen Stücke auf eingen guten Festivals liefen. Ist hier gerade reingeflattert, hab nur kurz reingesehen, auf den ersten Blick ganz interessante, clippige Shorts.
 






Gerade an der Kreuzung aufgenommen. Supersache, alle sind happy und wir knutschen uns (andere nennen es Berufsverkehr).
 






DAS Berliner Kurzfilmfestival Anfang November (4.11.-9.11.2008) wieder! 24. Internationales Kurzfilmfestvial Berlin.
 




Auf dem Kurzfilmmagazin shortfilm.de lese ich gerade einen Artikel: Content-Qualität im Web 2.0 – Werbewirtschaft stellt Videohoster vor schwierige Fragen. Spannend für mich, denn es geht darum, dass allmählich die Videoanbieter im Netz von der Werbeindustrie die Frage nach Content-Qualität ihrer Onlinevideos gestellt bekommen und was für Gegenmaßnahmen z.B. bei YouTube vorgenommen werden. Der Artikel endet mit der These, dass das Web 2.0 und in dessem Kern der User-generated-Content eine Flaute erleben wird, denn Akteure im Internet mit ökonomischen Interessen (also Werbetreibende) würden allmählich wieder die Vorteile von Qualitäts-Inhalten zu schätzen lernen und sich dem Web 2.0 abwenden, oder zumindest Wert darauf legen, in welchem Umfeld sie Werbung schalten.

Dieses nicht neue Kluft zwischen redaktionellen "Qualitätsinhalten" und kostengünstigem "User-generated-Content" stellt sich ja bekanntlich nicht nur im Filmbereich. Wer mal nach brauchbaren Handy-Rezensionen gesucht hat, oder gar Kinderwagen-Testberichte weiss, was das Problem ist. So arg zweidimensional sehe ich das allerdings nicht. Klar, toll am Web 2.0 war zunächst einmal, allmählich die alten Barrieren von Informationshoheit zu brechen. Doch je mehr Leute mitmachen beim Mitmach-Internet, um so unübersichtlicher werden die Informationen und also müssen sich die Sortierungs-Mechanismen anpassen. Und da helfen nicht unbedingt nur neue Algorithmen sondern vor allem fachliche versierte Content-Manager - oder nennen wir sie Infobroker - die die Flut an Daten und Informationen brauchbar machen. Zum einen für die ökonomische Agenda der Unternehmen, zum anderen für die User. Spannend wird es sein, was für Symbiosen aus "redaktionell" und "user-generated" sich da in Zukunft ergeben werden.

Das ist jetzt eigentlich nicht ein hochtrabend neues Ding. Doch denkwürdig ist hier, dass offenbar die Frage nach der Qualität von Inhalten den Vertretern des Web 2.0-Business wie ein neues, noch unentdecktes Terrain vorkommt. Die Kurzlebigkeit der Hypes um die meisten Web 2.0-Dinger lässt sich damit erklären, dass im Bereich des Contents meist nicht viel tut. Man bleibt bei der Ursprungsidee, die wird dann jedoch schnell öde, es sei denn die Community rockt, was jedoch meistens nur bedingt der Fall ist und sich auch sehr schnell verwässern kann. Die eigentliche inhaltliche Ausgangsidee muss steigerungsfähig sein, da muss Entwicklung möglich sein, da muss es immer dauernd klimaxen! Doch stringend rockendes Content-Development kann nicht alleine die Aufgabe von Informatikern, BWLern und ein paar dahergelaufenen Usern sein.

Bin ich nur mal gerade gedanklich bissle dran hängen geblieben, immer auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen ;-)
 






Ich mach mich gerade fertig, in einer Stunde muss ich los. Vorher noch frühstücken, duschen, packen, staubsaugen. Aber erstmal zuerst noch kurz bei youtube was nachschauen.
 






Eine tierische Band: Dicker Bär am Bass, kleines Häschen am Schlagzeug und hagerer Wolf heult heiser. Dazu ein unmotivierter Jagdhund mit seinem Jäger. Und schon hat man eine perfekte Besetzung für absurden Humor. So mag ich Kurzanimationen - KJFG No.5 (youtube). Lief übrigens dieses Jahr im internationalen Wettbewerb vom Kurzfilmfestival Oberhausen.

Weitere Kurzfilme von der Budapester Produktionsfirma: Studio Baestarts
 






Hab gerade diese schöne Animation von Veronika Samartseva und Anna Samo gefunden. Die beiden werden dieses Jahr den Festivaltrailer fürs Kurzfilmfestival machen.

Musik dieses Clips von Susie Asado, über die mehr auf ihrem lovely little Label www.lolila.de zu finden ist.
 




Treibe mich gerade bei Banana Films rum. Ist eine Filmproduktion aus Brüssel. Kann man einige Kurzfilme von denen schauen.
 








TRISTESSE DELUXE

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