"Now I am as big as a teaspoon and there is downy hair growing on my head."

Es ist immer noch alles viel zu theoretisch für mich. Aber diese Seite hilft ein wenig, sich der Sache zumindest grafisch dreidimensional zu nähern:

http://www.3dpregnancy.com bietet einen Schwangerschaftskalender, der Mutter und Vater mit Bildern und fast individual-psychologischen Tipps versorgt.
 




... sind mal wieder da. Eigentlich sind das zwei ganz Liebe. Nur die reden leider immer lautstark im Kino und hören dazu auch nicht mehr so gut. Denen ist meist der Ton zu leise. Das gleichen sie dann damit aus, sich jeweils den Film zu erzählen.
 





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Der spielerische Umgang mit dem platon'schen Hoehlengleichniss. Die kindliche Faszination am Kino. Kinder sind toll. Ich mag Kindervorstellungen.


 





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(Filmgespräch mit Regisseur aus der Perspektive des Bildwerferraums)


Heute hatte ich meinen ersten Stromausfall auf Kinoarbeit. Und ein paar Minuten später gleich den Zweiten. Das ist nicht lusitg, dann.

Dabei war alles super gelaufen soweit. Ich war den ganzen Tag alleine als Vorführer für die drei Säle. Zusätzlich eine Spezialvorstellung mit Gästen und Filmgespräch und dazu noch ein neuen Filmvorführtanwärter, der sich mal ansehen wollte, ob das was für ihn ist da in unserem Laden. Der andere Neue war auch kurz da und wollte noch mal Filmeinlegen üben. Dabei hat er sich nicht ganz so geschickt angestellt. Er ist dann gegangen. Das wird was, wenn der erstmal anfängt. Um halb 5 war dann der Film für 5 noch in der Kiste verpackt und so bekam der ganze Neue dann gleich mal einen passablen Eindruck davon, was heutzutage Event-Kino bedeutet. Mal gerade ganz knapp pünktlich die 5 Uhr Vorstellung geschafft. Kaum Zeit, den ganz Neuen mal was zu erklären, weil in 15-Minuten-Abständen die anderen Säle Vorstellungsbeginn hatten. Zum Glück waren da die Filmkopien schon fertig.

Die ersten Vorstellungen am Tag sind irgendwie immer die nervigsten, weil man sich auf die Kollegen vom Vortag verlassen muss. Kann man aber eben nicht. Ich weis gar nicht, warum wir einen Kopiendisponenten haben, wenn der es nicht schafft, zu prüfen und zu vermerken, dass Filme für den nächsten Tag am Vortag schon mal vorführbereit gemacht werden.

Lief dann aber alles, selbst das Screening mit anwesendem Filmregisseur. Das ist immer eine Welle! Da sind alle aufgeregt, weil wenn Filmemacher anwesend sind, ist meist irgendein Rumgezicke, wegen Ton oder Farbe mal eben schnell noch 5 Minuten vorher testen (Publikum natürlich schon im Saal – klares Zeichen für unprofessionellen Filmemacher). Oder irgendwas geht genau in dem Moment kaputt, wenn der Filmemacher das Kino betritt. Heute war’s das Kassensystem. Bis die Kollegin die Schlange abgearbeitet hatte war natürlich Verspätung. Projektion war super, auch wenn der Herr Filmemacher mal lediglich eine DVD zur Vorführung mitgebracht hat (zweites Zeichen für eine unprofessionelle Veranstaltung. DVD ist wirklich kein adäquates Kinoformat).
Der Filmstart in Saal 3 musste durch die Verspätung warten. Zeitversetztes Programm zwar, aber was ist schon Zeit, wenn nur ein Vorführer da ist, bei Veranstaltungen, die gerne mal 15 Min. später anfangen wegen zickigen Filmemachern oder Kassensystemen?

Man soll den Tag nicht vor der Schicht loben. Filmemacherfilm war schon fertig. Filmemacher selber im innigen Gespräch und qualmte zusammen mit Gästen unser Nichtraucherfoyer voll. In Saal 3 war der Film fast zu Ende in Saal 2 noch 30 Minuten bis Ende – dann ein Stromausfall. Nur ganz kurz, aber lang genug, um die Projektoren zum Stillstand zu bringen. Sicherungen waren noch alle drin, nicht im Haus der Fehler, also Vattenfall hat Schuld, war ja klar, die mit ihrer maroden Technik! Das ist nicht sehr lustig, dann überall dafür zu Sorgen, dass alles wieder läuft. Da fährt die Tonanlage erstmal wieder hoch und alle Einstellungen werden zurückgesetzt, der Film muss neu gerichtet werden. Das Publikum muss beruhigt werden, weil die haben ja vom Stromausfall nichts mit bekommen und denken erstmal nur „Filmriss“. Und wenn dann noch von DVD gespielt wird, oder gar digital vom Server, na Gott bewahre! Dann kann man lustig mit dem Publikum zusammen die ungefähre Stelle suchen, wo der Film gerade abgebrochen wurde (natürlich erst, wenn Beamer und Server wieder hochgefahren sind). Die 3 lief wieder, runter in die 2, die lief dann auch wieder. Hoch in die 3, Vorstellung beenden. Runter in die 2 und mal gerade durch geatmet. Froh sein, dass jetzt nur noch 15 Minuten bis Ende - zack, wieder ein kurzer Stromausfall.

Mannmannmann, ich sag Dir, holla die Waldfee hab ich auf Vattenfall geflucht. Meine Kollegin an der Kasse hat dann später auch noch charmant auf polnisch den rauchenden Filmemacher und seine neuen Freunden aus dem Publikum verflucht: Morgen um 9:30 geht’s weiter mit Schulvorstellungen, da ist nicht so schön, wenn das Foyer nach Kneipe riecht. Es reicht, wenn der Filmvorführer das dann macht (so zu riechen).
 




Ganzen Tag auf Kinoarbeit. Alleine mit dem Neuen. Eben auf dem Fahrrad wären Handschuhe wünschenswert gewesen. Jetzt Stammbar. Konnte das ganze Wochenende noch nicht so recht entspannen.
 




Bollywood Leiche

Heute war ein neuer Filmvorführer da. Ich durfte ihn "einarbeiten". Das sieht bei uns so aus, dass er mitrennt, wenn Stress ist, im Weg steht, wenn weniger Stress ist, er die Arbeit macht und man selbst daneben steht und möglichst viel Tipps und Tricks und überhaupt die Sache mit dem Nähkästchen erzählt. Und dann alles nochmal machen lassen, damit es dann auch irgendwann sitzt.

Ich selbst bin da ja im Kino im Herbst als Aushilfsvorführer eingestiegen. Jetzt darf ich schon schulen. Das ist an sich okay, hab ich nur dass Gefühl, dass ich dem sicher nur falsche und unsinnige Sachen beibringe. Der arme Kerl. Ach Quatsch, muss er durch und er schaut ja auch bei den anderen zu. Das geht über ein paar Schichten so - natürlich unbezahlt - bis er das Gefühl hat alles zu können... Naja, und dann kommen die ersten Schichten und es gibt wieder Pannen-Kettenreaktionen. Isso.

Früher - also vor ein paar Monaten - hat die Geschäftsleitung bestimmt, dass nur die beiden Chefvorführer neue Mitarbeiter schulen dürfen. Jetzt ist das alles anders. Der eine Chefvorführer kommt wohl bald nicht mehr, es heisst, er habe sich in Fürstenwalde oder so ein eigenes Kino angeschafft. Und der andere Chefvorführer ist z.Zt. nicht da, wegen OpenAirKino des Chefs - da muss halt auch einer die Knöpfe drücken.

Wie dem auch sei, ich mag es ja dem Neuen was beizubringen. Das relativiert, man muss abstrahieren, mal inne halten und erklären, warum bestimmte Dinge so und nicht anders. Merkt man immer, was man alles schon kann und wo die Routine sich normalerweise versteckt.

Die vier jungen Inder, die sich den Bollywood-Gangsterfilm in der letzten Vorstellung angesehen haben, fanden den Film nicht so super, haben sie mir erzählt. Meinten aber, ich sei daran nicht Schuld gewesen. So gehört sich das! Relativieren zwischen Film und Vorführer! Neulich hatte ich eine Zuschauerin, die sich lange mit mir darüber unterhalten wollte, dass sie der Meinung war, gerade einen Film von DVD gesehen zu haben, während ich ihr sagte, dass wäre eine lupenreine, japanische 35mm-Kopie gewesen. Sie blieb aber standhaft in ihrer Meinung, bis der Film zurückgespult war - dann habe ich sie die 20kg Filmkopie zurück ins Filmlager schleppen lassen.

PS: Apropos NEU!
Ich hab da rechts am Rand mal was eingebaut, um das alles mit dem Baby etwas zu ent-theoretisieren, um mit der Entwicklung Schritt zu halten und zeitlich auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Geht ja doch alles schneller, als einem lieb ist alles.
 




http://www.sly-fi.com/

mal kurz merken, für zu Hause nochmal nachsehen, weil im Büro hier gerade und scheinbar nicht die aktuelleste Flash Version auf Bürorechner, und ich hab keine Adminrechte und Admin ist natürlich schon Systemhelden-Tag feiern.

Hat was mit VoD, IP-TV und so zu tun. Und soll im Handling besser sein als Joost.
 





Nun ist auch tristessedeluxe powert bei Ökostrom...

Firmen unter schwedischer Flagge schätze ich an sich. IKEA, klar. Und mehr und mehr liebäugel ich durch die sich verändernde Familiensituation mit einem Volvo als erstes gemeinsames Fahrzeug. Der Konzern Vattenfall ist auch selber wahrschenlich nicht wirklich Herr der Lage (was ans ich schon problematisch ist), sondern es ist vermutlich ein wirrer, personeller Filz zwischen deutscher Atomindustrie und der Atomaufsichtsbehörde, die professionell Informationen der Politik und Öffentlichtlichkeit vorenthält oder verschleiert. Dass nun eine Welle des Stromanbieterwechsels durch die Bevölkerung schwappt, hat die Atomlobby prima hinbekommen, finde ich.

Ich wurde schon als Kind auf Anti-Atomkraft-Demonstartionen genau dieser nun auffällig gewordenen Atomkraftwerke mitgeschleppt. Ja, es ist seit den 1970ern ein andauernder Trend, der jetzt endlich Pop wird. Hat lange genug gedauert, bis auch ich Nase dann mal mich bequeme. Ich schätze, damit habe ich den Traum von letzer Nacht jetzt richtig interpretiert: Das riecht doch alles stark nach Biostrom!
 




Liege im Bett und komm nicht wieder rein in den wundersamen Traum: Zuerst war ich nachts auf einer Pferdeweide, geschlafen an einem warmen Pferd. Geruch von Heu und Dung. Dann war ich nebenan im Muppet-Show-Freizeitpark und badete in einem Wasserfall.
 





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hier hab ich mich noch auf dem Weg von der Kinoarbeit nach irgendwo, wo das, was man gemeinhin "zu Hause" nennt, in eine Comedy-Show eingeschlichen. Hat nach der Pause, auch nur 2,50 fuer das Becks gekostet. Gelacht hab ich, aber war mehr Didi Hallervorden Kabarett, als Trash-Comedy.


 





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Im 5 Minuten-Takt fährt unter mir ein Boot mit Touristen/ Schulklassen vorbei.


 





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hier war ich am Samstagm,hab gepflegt Bier, Wodka und Ros�� getrunken und war auf dem Heimweg noch nach 22h bei Dussmann eingekehrt, um den neuen Harry Potter und ein Pflanzenbestimmungsbuch zu kaufen


 





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Ich sag nur: gebuerstetes Aluminium. Isse we Mac!


 





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http://www.ich-will-platz-haben.de/mindestens-n-meter

eben im chat aufgegabelt: in der ddr hat sich die boheme durch verweigerung ausgezeichnet. das machen wir auch - ich auch!
 




... als Veraenderungsmechanik anzuwenden, hab ich heute abend begonnen. Mal sehen, ob es das bewirkt, was in dem Lied besungen wird: alle die uns nerven, muessten dann auch kapitulieren. Bin gespannt, was da morgen auf mich einprasselt. Und froh.
 




Hab gerade mabber.de ausprobiert, hat mir glatt den firefox abstürzen lassen. Das und dass ich nicht weiss, warum ich noch einen zusätzlichen jabber-account brauche, wenn ich schon GTalk habe und mich da auf der Webseite auch nicht schnell genug zurechtgefunden habe und dass das Widget nicht anpassbar ist - all das lässt mich doch eher zu meebo.com tendieren, wo ich meine bisherigen IM-Accounts zusammenfassen lassen kann.
 





:::: gesehen am 18.7.2007 Cinemaxx Potsdamer Platz

Deutschland 2007 – Regie: Adnan G. Köse

Testscreening Fragebogen

Ich war eben das erste mal bei so einem Test-Screening für einen Kinofilm vor Normalo-Publikum. Anders als bei Pressevorführungen, wo dann nur selbsternannten Filmexperten drinsitzen, also Testlauf vor echten Menschen, wie du und ich. Was ich nach Pressevorführungen immer unangenehm fand – die Frage der PR-Tante, wie einem der Film gefallen hat (das fragt man als PR-Tante einen Filmkritiker doch nicht direkt nach dem Film, oder?) – ist hier Sinn der Veranstaltung. Nicht nur den Fragebogen hab ich ausgefüllt, nein ich wurde von Frau Ines mit dem Klemmbrett auch vorab angesprochen, ob ich nicht auch an der Gruppendiskussion teilnehmen wollte. Klaro wollte ich, weiss ich ja, dass dafür sicher noch ein Sondergeschenk rausspringt und überhaupt so als eigenes Feldforschungsprojekt für Berufsbilder mit irgendwas mit Film, warum nicht gleich in den engeren Kreis vorstoßen.

Scheinbar wussten alle außer ich, was getestet werden sollte. Eine Sportlerbiografie, die anfängt wie eine dieser typischen, pubertären Drogenkomödien, dann schnell den Bogen findet zum Drogen-Drama mit Vaterkonflikten und Problemen des Erwachsenwerdens. Drogenabstieg – klar. Und dann die Erlösung im Leistungssport. Vorlage zu dieser „vom Junkie zum Ironman“- Story ist die Lebensgeschichte von Andreas Niedrig, von dem ich persönlich bisher noch nichts gehört hatte, der mich nach dem Film aber auch weiterhin nicht sonderlich interessiert. Aber das ist mein Problem.

Ästhetisch wird versucht, alles schön in die 1980er Jahre zu verlegen, was nicht immer vollkommen gelingt und manchmal ein bisschen wie ein Puppenstuben Ruhrgebiet der 80er ausschaut. Schauspiel ist super, unbenommen. Handlung auch okay, ich persönlich fands zu lang. Schnellere Schnitte und lautere Musik wäre besser. Überhaupt die Musik! Das ist ja so eine Mode, eine vergangene Zeit dann mit für die Zeit typische Musik – na egal. Dafür das es vor den 90ern spielt war zu viel Musik aus den 90ern drin. Aber das wird sich sicher noch finden, alles wahrscheinlich ja auch noch im Rechte-Clearing-Verfahren und so. Und in der Endmischung ist dann im Ton sicher auch noch mehr Wumms.

Der Film ist tendenziell nicht schlecht. Dramaturgisch wirkt er etwas konstruiert, da waren wir uns in der Gesprächsrunde später eher einig. Einige hätten lieber mehr über den Drogenentzug erfahren, andere fanden die Auflösung „wahre Geschichte“ dann nur einen Schulterzucken wert und ich fand den Film zu lang und wollte eine Auflösung des Vaterkonflikts. Womit ich vollkommen missverstanden wurde, denn gleich wurde ich von der Gruppe korrigiert, dass doch so ein Hollywood-Showdown da fehl am Platz sei, ich hab es dann sein lassen, eine Einführung in Dramaturgische Grundstrukturen zu geben und habe mich gefreut, dass ich mir die fiktionale Lösung eines Vaterkonflikts auch ohne Feuerwerk vorstellen kann.

Ich hab nur grob ergooglt, dass der Film ab Herbst 2008 in die Kinos kommen soll. Produziert wird der Film von den Kölner Firmen Enigma Film und Odeon Film, die Rolle des Andreas Niedrig spielt Max Riemelt. Ebenfalls dabei: Uwe Ochsenknecht, Axel Stein (ziemlich gut übrigens!!! Kein Comedy-Scheiß), Ismail Deniz, u.a. – der Sportler Andreas Niedrig selbst, steuerte nicht nur zusammen mit Jörg Schmitt-Kilian die Buchvorlage bei. Der Titel ist Arbeitstitel und wird ganz bestimmt noch geändert, denn nicht viele haben die Hand gehoben auf die Frage, ob man den Filmtitel gut fand. Ich würd ihn ja „Cool Daddy – find deinen Weg!“ nennen, aber das finden die hübschen Marktforscherinnen sicher nicht so lustig.

Und hier noch eine Webseite über die Dreharbeiten in Dinslaken, die imdb zum Film, und von der Produktion Enigma Film erste Infos zum Film.

Schaler Beigeschmack: Ich fühle mich nach Marktforschung immer so reduziert und unverstanden. Nächstes mal gerne wieder.

PS: Als Sondergeschenk für das Gruppengespräch gab's einen Gutschein für freien Eintritt zum Film Projekt GOLD, der am 30.7.2007 startet. Ist über Handball. Interessiert das wen brennend?, dann bitte Gründe in die Kommentare, schick ich dann zu (oder vielleicht machen wir einfach Scans für alle und die merken das nicht).


 







Ich habe den Abend wegen eines Content-Brainstormings für das neue Geheimprojekt der hauptauftraggebenden Agentur im Outdoorbereich einer Cafékneipe am Senefelderplatz verbracht, mit dem Blick auf Wohnhausnummer 2. Dort saß auf der Haustürtreppe im Sonnenuntergang ein junger Student mit mehreren Büchern - Fachliteratur: Einführung in Literaturwissenschaft. Ich lächelte ihn an, weniger um Kontakt mit ihm aufzunehmen, als in mich selbst reflektierend, dass aus eigener Erfahrung diese Form der Lektüre meist was gebracht hat, wenn auch nicht fürs Fach selber, so doch für Weltsichtbildung und Randgruppenorientierung. Denn schon bald führte sein erstes Paulaner die Aufmerksamkeit weg von den Büchern hin zu unserem Geheimprojekt. Dann kam eine Nachbarin nach Hause, die sich zu ihm setzte, dann eine weitere Nachbarin und zu dritt saßen sie bis kurz vor Mitternacht auf der Haustreppe und begrüßten alle anderen nach Hause kommenden Nachbarn und Nachbarinnen, die sich mehr oder weniger lange auf einen kleinen Plausch einließen.

Dem ganzen haftete diese verflixte Selbstinszenierung des Neuberliners an, wie „crazy“ man sich die urbane Öffentlichkeit einverleibt.

Und ich musste an diese amerikanischen Wohnhaustreppen aus der Sesamstraße denken - respektive Harlem, N.Y. – wie sie schon in meiner frühkindlichen Bildung einen Mythos des Urbanen einpflanzten, den - offensichtlich - nicht nur ich immer noch einzulösen erhoffe. Die Haustreppe als Membran zwischen Privatheit und Nachbarschaft im öffentlichen Raum, ist es, was den Prenzlauer Berg zusammenkittet. Und wenn es nicht diese Bauart der Haustreppe ist, wie sie mir auch neulich im Hamburger Schanzenviertel aufgefallen ist, dann ist es an sich die Cafékultur als Ersatz für den nachbarschaftlichen Tratsch beim Dorfschlachter.

Es ist das typische Berliner Dilemma: Sehnsüchte nach nachbarschaftlicher Nähe, mit gleichzeitigem Wunsch nach Vermeidung von zu viel Sozialkontrolle.

Apropos Nachbarn: Heute kam wegen des Wespennests der Kammerjäger in die Wohnung meines Ex-Mitbewohners, der z.Zt. im Urlaub ist, weshalb ich dafür verantwortlich war. Der Nachbar hat offensichtlich eine starke Wespenphobie und macht deswegen seit 5 Tagen alle Kommunikationswege zwischen Kreuzberg, Teneriffa und Schöneberg heiß. Nun herrscht giftgasgeschwängerte Ruhe.
 




Schön, mit dem Tool kann ich meine To-Do-Listen bei Remember the Milk updaten. Wahrscheinlich nicht wirklich nötig, da die Mobile Site auch ganz gut funktioniert hat. Trotzdem remeberthemilk mit twitter
 





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Es waren gut und gerne 39° und es war Spätvorstellung an einem Montag - trotzdem schafft es der alte Fassbinder immer wieder, Leute ins Kino zu locken. Und ich hab es mal geschafft, mir die letzen 10 Minuten von "Götter der Pest" anzusehen, die ich hier als Diashow hinterlegt habe. Jedes Bild ein Plateaux, darum wahrscheinlich großes Kino.

Was mich freut: früher war ich einer der schlauen Filmstudenten, die sich im Arsenal die Fassbinder-Retro angesehen haben. Heute führe ich die ollen Kamellen vor und die jungen Leute sind ganz erschlagen danach. Und ich trotzdem immer wieder eingenommen, ein Gefühl von dem, was ich früher mal toll fand am Kino. Weniger von den Filmen als ganzes, alleine die Bildfetzen machen es.


 




::: gesehen am 15.7.2007 auf vox

Jap./USA/Rumän. 2004 Regie: William Butler



Nach Kinoarbeit und ein paar ruhigen Gedanken auf dem Balkon, war TV eigentlich keine Option mehr. Nur kurz noch Nachrichten, vielleicht. Beinahe schon eingenickt, da hat dann dieser Psycho-Thriller angefangen, der mich dann bis zum Ende wach gehalten hat. Um es vorwegzunehmen: Die brave Hauptfigur ist der Axtmörder mit Persönlichkeitsspaltung, wie sich in den letzten 5 Minuten dann aufklärt. Ansonsten aber medium shocking.

Die psychiatrische Klinik Cunningham Hall hat schon bessere Tage gesehen. Durch ständigen Patientenüberschuss und akuten Geldmangel ist die einst vorbildliche Institution zu einer baufälligen Klapsmühle heruntergekommen. An den Glanz vergangener Tage erinnert nur noch der in Fachkreisen hoch angesehene Anstaltsleiter Dr. Franks, der die Einrichtung bis heute mit strenger Hand führt.. Trotz allem: Als der Medizinstudent Clark Stevens zu seinem Praktikum in Cunningham Hall antritt, steckt er voller Euphorie und Tatendrang. All seine Verbesserungsvorschläge stoßen bei seinem Chef jedoch auf taube Ohren, denn Franks ist absolut nicht bereit, seine antiquierten Behandlungsmethoden zu überdenken. Und das soll nicht Clarks einziges Problem bleiben: Schon bald wird er von merkwürdigen Visionen geplagt und beginnt, an seinem eigenen Verstand zu zweifeln. Gleichzeitig häufen sich in der Klinik makabre Vorfälle, die sich niemand erklären kann.. Als die ersten Klinikangestellten auf bestialische Weise ermordet werden, gehen Clark und seine Kollegin Sara der Sache auf den Grund – nur um dabei festzustellen, dass die heißeste Spur direkt zu Clark selbst führt. Weitere Nachforschungen bringen ans Tageslicht, dass keiner der Patienten je gesund aus der Anstalt entlassen wurde. Der Schlüssel zum dunklen Geheimnis von Cunningham Hall scheint im 'Irrenloch' zu liegen, dem vermoderten Keller der Anstalt, in dem die hoffnungslosen Fälle dahinvegetieren.... (Info vom Sender)
 




Ich schwitze selten so sehr, dass es mir in Strömen runterläuft. Gestern auf Kinoarbeite aber schon.

Die Geschäftsführung des Kinos hat sich entschlossen, jetzt über die Sommermonate, den Betrieb doch nur mit einem Filmvorführer zu fahren. Da wo es geht. Das bedeutet mehr Stress, aber man hat auch ein bißchen die Lufthohheit als alleiniger Filmvorführer. Eine Art Macht über das Licht und alles, was im Kino Strom verbraucht. Da sitzt man dann oben auf der Brücke und steuert den cineastischen Ozean immer schön knapp an den Eisbergen vorbei. Ein regelrechter Slalom.

Gestern die Sonntagsschicht auch alleine gemacht. 5 der Filme, die am Sonntag laufen sollten, waren vom Kollegen am Samstag nicht mehr geschafft worden, vorzubereiten. Nicht nur das: es wurde am Samstag sogar ein Film für Sonntag entkoppelt und in die Transportkiste verpackt, sicher aus guter Absicht - nur total blöd für mich. Da klöppelt man dann ganz schnell schnell die Filme zusammen und hofft, dass einem in der Eile keine Panne passiert. Gut, ein Filmriss, lag aber am alten Kopienmaterial.

Heute wieder alleine im Kino. Und das bei der Hitze. Es gibt zwar Belüftung, aber kein Klima. D.H. die heiße Außenluft wird schön ins Kino gepumpt, um die heiße Luft der Projektoren abzusaugen.
 




Bei den Manga-Verfilmungen letzte Nacht bei Vox auf dem Sofa eingeschlafen. Immer wieder aufgeschreckt und wieder eingenickt.

Jetzt Rückenschmerzen.
 






TRISTESSE DELUXE

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